11.12.2019 05:00 |

Drama in Klagenfurt

Baby zu Tode geschüttelt: Mordanklage gegen Vater

Unter einem schlimmen Verdacht steht ein junger Klagenfurter. Der dreifache Familienvater soll den Tod eines seiner Kinder auf dem Gewissen haben. Das kleine Mädchen wurde - so ein Gutachten - in seiner Anwesenheit so massiv geschüttelt und gegen einen Gegenstand gedrückt, dass es binnen Minuten verstarb.

Auch für so erfahrene Staatsanwälte wie Tina Frimmel-Hesse, Sprecherin der Klagenfurter Anklagebehörde, ist dieser Fall von Kindesmisshandlung außergewöhnlich bedrückend: „Wir haben gegen einen Babyschüttler Mordanklage eingebracht“, bestätigt sie der „Krone“. Der Vater selbst soll es gewesen sein, der dem kleinen Mädchen durch Schütteln so massive Kopf- und Organverletzungen zugefügt hatte, dass letztlich jede Hilfe zu spät kam.

Baby konnte nicht mehr gerettet werden
Das Baby, das noch ein Zwillingsgeschwisterchen hat, konnte im Klinikum Klagenfurt nicht mehr gerettet werden. Ein Gerichtssachverständiger, der auf kleine Kinder spezialisiert ist, hat nach langen Ermittlungen festgestellt, dass das kleine Opfer keinesfalls durch Fahrlässigkeit, sondern nur durch besonders heftige Gewalteinwirkung getötet wurde. Frimmel-Hesse: „Wir müssen davon ausgehen, dass es fast sofort gestorben ist.“

Lebenslange Haft droht
Der Tatverdächtige soll mit den Zwillingen alleine zu Hause gewesen sein, während die Mutter mit dem ältesten Kind einkaufen war. Was ihn dazu bewogen hat, sich an dem hilflosen Mädchen zu vergreifen, während das andere Baby schlief, kann wohl erst im Prozess unter Richter Oliver Kriz geklärt werden. Denn bisher hat sich der Mann - er sitzt laut Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft - nicht geständig verantwortet. Wegen Mordes droht ihm lebenslängliche Haft. Die Anklage wurde erst vor Kurzem zugestellt, ist somit noch nicht rechtskräftig.

Dramatischer Fall in Wien
Vehement bestreitet auch jener Tatverdächtige, der seinen drei Monate alten Sohn in Wien misshandelt haben soll, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Der Säugling befindet sich nach der Notoperation am Donnerstag weiterhin im künstlichen Tiefschlaf. Sein Zustand wurde als stabil kritisch bezeichnet, so eine Sprecherin des Krankenanstaltenverbundes.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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