JKU-Professor weiß

„Die meisten Informatik-Studenten wollen hacken“

Sein Smartphone liegt vor ihm, dazu eine Broschüre über das Angebot am Linz Institute of Technology. „Ich bin für mein Leben gern Professor“, sagt Robert Wille. Der Informatiker leitet das neue Labor für Secure und Correct-Systems an der Kepler-Universität. „Ich schaue mir gerne Ideen an, die nicht so Schema F sind“, sagt er.

Sonntagabend steigt er in Bremen in den Zug, um Montagfrüh in Linz zu sein. Donnerstagabend tritt er die gleiche Route wieder an, diesmal umgekehrt. „Freitag arbeite ich von zu Hause“, sagt Robert Wille, der an der Kepler-Uni das Institut für integrierte Schaltungen und das Labor für Secure und Correct-Systems leitet, aber auch am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Bremen als Berater tätig ist.

“Will den Zauber übertragen“
Wille, leidenschaftlicher Querdenker, rührt die Werbetrommel für die Technik - vor allem für die Informatik. Das Interesse an einem Studium in diese Richtung ist zwar gestiegen, doch der Bedarf an IT-Spezialisten ist riesig: „Wir sind am Vorabend eines neuen, technologischen Zeitalters. Als Informatiker muss man sich existenziell keine Sorgen machen.“ Wille verbringt viel Zeit im Open-Innovation-Center in Linz, hält aber auch Vorlesungen zum Thema Hardware-Entwurf. „Ich will den Studierenden vermitteln, wie cool es ist, Hardware zu entwickeln, den Zauber übertragen“, so Wille, dem bewusst ist: „Die meisten wollen hacken.“

“Müssen andere Wege gehen“
Um die Leidenschaft für die Informatik anzukurbeln, veröffentlicht der 37-Jährige mit Uni-Kollegen kindergerecht aufbereitete Texte im Biomedical-Science-Journal, das an Schulen verteilt werden soll: „Wir haben keine Fußball spielenden Roboter, müssen daher einfach andere Wege gehen, um zu begeistern.“

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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