07.12.2019 06:00 |

Posten-Karussell

Großes Murren bei steirischen Genossen

Großes Murren in der steirischen SPÖ. Die Roten verteilen bereits das Fell des Bären, bevor dieser noch erlegt ist. Gerüchten zufolge könnte Norbert Schunko Soziallandesrat und Gewerkschafts-Chef Horst Schachner Bundesrat werden.

Es geht ans Eingemachte bei den Regierungsverhandlungen im Land wie im Bund. Wobei auf beiden Seiten die berühmte „Message Control“ (= Steuerung von Infos und Botschaften) schon ein bissl löchrig wird. So hört man etwa in den Landhausgängen, dass bei den Roten das Fell des Bären verteilt werde, obwohl er noch nicht erlegt ist. Und es geht - eine Krankheit der SP - offensichtlich schon wieder nicht um Inhalte, sondern um Köpfe.

ÖGBler machen Druck
Alsdann, was ist Landhaustratsch? Erstens: Dass die ÖGBler Chefverhandler Anton Lang kräftig vor sich her treiben. So gut wie fix sei, dass Landeschef Horst Schachner ein Bundesratsmandat bekommt. Zweitens: Dass, trotz sehr bescheidener Ergebnisse, die Gewerkschafter Helga Ahrer und Klaus Zenz wieder in den Landtag einziehen und, zum Staunen, dass auch eine Landesrats-Funktion an die ÖBG-Fraktion gehe.

Ressorts neu verteilt
Für das Sozialressort hätte man sich auf den Landessekretär der Privatangestellten, Norbert Schunko, geeinigt. Schunko ist der Funktionär, der in den Vorwahlen zur Arbeiterkammer gegen den aktuellen AK-Präsidenten Josef Pesserl den Kürzeren gezogen hat. Dass man ihn jetzt politisch exhumiert, empfinden nicht wenige Genossen mehr als irritierend.

Damit wäre also Doris Kampus aus der Regierung gekickt, sie hat ein Rückkehrrecht auf eine Spitzenposition in der Landesverwaltung. Und Ursula Lackner, die Bildungsrätin? Ihr Job stünde zur Disposition, da rede aber der Bezirk Graz-Umgebung, deren Chefin sie ist, ein gewichtiges Wort mit.

Auf jeden Fall ist das Murren deutlich: „Mutig in die neuen Zeiten“ - Zitat aus unserer Bundeshymne -, das sehe anders aus. Wo sind neue Gesichter? Es gebe einige, von Kassenobmann Josef Harb bis zu Josef Muchitsch - beide übrigens auch Gewerkschafter.

Bei ÖVP ist Frau fix
Und bei den Schwarzen? Da hat man ein Luxusproblem. Die vier Regierer - Hermann Schützenhöfer, Barbara Eibinger-Miedl, Christopher Drexler, Hans Seitinger - sind ohnehin gesetzt, und bei der (gewonnenen) Nummer 5 hat man großes Reservoir. Von Klubchefin Barbara Riener über Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner und Landtagspräsidentin Manuela Khom bis zu Wirtschaftssprecherin Alexandra Pichler-Jessenko. Denn dass es eine Frau wird, ist fix.

Gerhard Felbinger
Gerhard Felbinger
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