26.11.2019 11:59 |

Menschen in Panik

Albanien: Tote und Hunderte Verletzte bei Erdbeben

Albanien wurde in der Nacht auf Dienstag vom stärksten Erdbeben seit Jahrzehnten erschüttert. An der Küste des Landes kamen durch einstürzende Häuser und herabfallende Trümmer mindestens 20 Menschen ums Leben, rund 600 Verletzte mussten ärztlich behandelt werden. Die Region um die Küstenstadt Durres, wo Menschen in Panik auf die Straßen liefen, ist am schlimmsten betroffen. Das Beben war auch in Albaniens Nachbarländern zu spüren.

Albaniens Ministerpräsident Edi Rama ist vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 6,4 nach Richter lag nach albanischen Angaben zehn Kilometer nördlich von Durres und 34 Kilometer westlich der Hauptstadt Tirana in zehn Kilometern Tiefe im Adriatischen Meer.

In Durres ist unter anderem ein dreistöckiges Hotel in sich zusammengebrochen. In den Trümmern wurden mehrere Leichen gefunden. Tote gab es außerdem in der nahe gelegenen Stadt Thumana. In Kurbin kam ein etwa 50 Jahre alter Mann ums Leben, als er in Panik aus einem Gebäude sprang.

Menschen liefen in Panik ins Freie
Von Anrainern gepostete Videos im Internet zeigten eingestürzte Gebäude in der Küstenstadt Durres. Auf anderen Bildern waren zu Boden gefallene Trümmer und mächtige Risse und Löcher in Hauswänden zu sehen. Menschen liefen in Panik auf die Straßen, nachdem um exakt 3.54 Uhr das Beben begonnen hatte. Schäden und Verletzte wurden auch aus Tirana gemeldet.

Das Erdbeben und einige kleinere Nachbeben waren laut örtlichen Medien auch im benachbarten Kosovo, in Nordmazedonien, Montenegro, Griechenland, in Süditalien und sogar in der mehr als 400 Kilometer entfernten serbischen Stadt Novi Sad zu spüren.

Hilfe von Nachbarstaaten, der Caritas und dem Roten Kreuz
Italien, Griechenland, Nordmazedonien, die Caritas und das Rote Kreuz haben Rettungseinheiten, medizinisches Personal und Mitglieder des Zivilschutzes nach Albanien geschickt. Sie helfen den lokalen Einsatzkräften bei der Suche nach Verschütteten. „Wir arbeiten daran, in den betroffenen Gebieten alles, was nur möglich ist, zu tun“, teilte Rama mit. Die Behörden warnten außerdem vor möglichen Nachbeben. Die Einwohner wurden dazu aufgerufen, auf Autofahrten zu verzichten, um den Rettungskräften den Weg freizuhalten.

Serie kleinerer Erdbeben im September
Bei einer Serie schwächerer Erdbeben in Albanien waren im September mehr als 100 Menschen verletzt und Hunderte Gebäude beschädigt worden. Die Angaben zur Stärke dieser Beben reichten von 4,4 bis 5,8. Es war in den Nachbarländern Montenegro und Nordmazedonien zu spüren.

Auch in Bosnien-Herzegowina bebte die Erde
Am Dienstagvormittag wurde dann auch Bosnien-Herzegowina von einem Erdbeben erschüttert. Dieses ereignete sich um 10.20 Uhr und hatte eine Stärke von 5,2, das Epizentrum lag bei Nevesinje etwa 77 Kilometer südlich der Hauptstadt Sarajevo. Auch hier verließen - etwa in der Stadt Mostar - viele Menschen in Panik ihre Häuser.

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