13.11.2019 08:56 |

Unfall bei Dreh

Ursula Karven: „Ich habe mir das Genick gebrochen“

Vor vier Jahren ist Ursula Karven bei Dreharbeiten in den USA vom Pferd gestürzt und hat sich dabei am Nackenwirbel verletzt. Jetzt sprach sie offen über die schwere Verletzung, verriet: Ihr Leben stand damals auf der Kippe.

„Ich habe mir das Genick gebrochen, lag vier Tage in New York auf der Intensivstation“, verriet Ursula Karven jetzt der „Bild“-Zeitung über das Unfall-Drama. „Danach musste ich zehn weitere Tage kontrolliert werden, bis ich im Liegen transportiert und zurück nach Deutschland geflogen werden konnte.“

Nach rund drei Monaten durfte die Schauspielerin die Halskrause ablegen, die Angst vor einer erneuten Verletzun blieb jedoch. „Ich hatte Sehstörungen, Albträume, dachte, mein Gehirn funktioniert nicht mehr“, schilderte Karven die Angstzustände, die sie nach ihrem Unfall quälten. „Ich bin jede Nacht schweißgebadet aufgewacht. Ich war fast nicht mehr funktionsfähig. Ich konnte nicht mehr. Ich fühlte mich schutzlos. Wehrlos. Komplett ausgeliefert.“

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"Ich hatte Sehstörungen, Albträume, dachte, mein Gehirn funktioniert nicht mehr."

Ursula Karven

Und weiter: „Es wurde eine Posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert. Bevor mir mein Leben komplett entglitten wäre, musste ich mir Hilfe holen. Ich habe therapeutische Hilfe in Anspruch genommen. Mein Ex-Mann ist aus den USA eingeflogen und hat sich vier Wochen um unsere Kinder gekümmert, damit ich mich um mich kümmern konnte.“

Mittlerweile gehe es ihr wieder gut, doch das sei harte Arbeit gewesen, so Karven. „Ich bin durchtherapiert. Ich war zum Glück auch kein Anfänger auf dem Gebiet. Ich habe mir jede Hilfe geholt, die ich bekommen konnte.“ Das Ziel sei dabei klar gewesen: „Ich wollte meine normale Ursula zurück. Die, die ich kenne und die ich mag. Das hat, alles in allem, fast zwei Jahre gedauert.“

Über ihren Weg aus der Angst hat Ursula Karven nun ein Buch geschrieben. Mit den Zeilen möchte sie auch anderen Menschen helfen. Sie ist sich nämlich sicher: „Jeder kann sein Gehirn trainieren wie einen Muskel. Ich kann meine Ängste enttarnen, sie erkennen, mit ihnen umgehen.“

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