Braunau am Inn:

Arbeitsloser hatte in Wohnung Cannabisplantagen

Ein verletzer 15-Jähriger brachte die Polizei auf die Spur seines Vaters: Der offenbar recht brutale Arbeitslose hatte in seiner Wohnung in Braunau am Inn Cannabis gezüchtet.

Am 11. November 2019 zeigte das Krankenhaus Braunau bei der Polizei an, dass ein 15-jähriger Junge aufgenommen wurde, der angibt, im Zuge einer Familienstreitigkeit verletzt worden zu sein.

Handgreiflichkeiten
Bei der Befragung des Jungen stellte sich heraus, dass dieser am Vortag mit seinem Vater in dessen Wohnung im Bezirk Braunau/Inn in Streit geraten war. Dabei kam es zu Handgreiflichkeiten und er wurde zu Boden gestoßen. Im Zuge der Erhebungen stellte sich heraus, dass der Vater, ein 46-jähriger Beschäftigungsloser, in seiner Wohnung eine augenscheinlich professionelle Cannabis-Indoor-Plantage betrieb.

18 Jungpflanzen und 190 Gramm Blüten
Bei der Hausdurchsuchung wurden 18 Jungpflanzen und etwa 190 Gramm reifer Blüten sichergestellt. Darüber hinaus fanden die Beamten zwei Indoor-Growboxen (Aufzucht-Zelte) mit Belüftung, künstlicher Beleuchtung und aufwändigen Instrumenten zur Temperatur- und Luftfeuchte-Regulierung. Eine Growbox war bereits seit geraumer Zeit in Betrieb. Die zweite befand sich im Aufbau.

Größere Mengen Cannabissamen
Es wurden zudem größere Mengen Cannabis Samen, Erde, Dünger und weitere Gerätschaften zur Aufzucht von Cannabis Pflanzen gefunden. Auch wurden Gegenstände zum Suchtmittelkonsum sichergestellt. Ebenfalls fanden sich Gegenstände, die dem Verkauf von Cannabis dienen, darunter eine Feinwaage und Klemmsäckchen. Der 46-Jährige gab an, dass er Cannabis aus medizinischen Gründen konsumiere. Die Gerätschaften und das Knowhow für den Anbau habe er sich im Internet besorgt.

Betretungsverbot
Der 46-Jährige wurde der Staatsanwaltschaft angezeigt und es wurde ein Betretungsverbot verhängt. Die Gegenstände zum Anbau, Konsum und Verkauf von Cannabis wurden sichergestellt. Weitere Erhebungen laufen.

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