Raumordnungsgesetz

Hürden gegen Flächenfraß und Zersiedelung

„Damit soll dem Flächenfraß und der Zersiedelung ganz klar der Kampf angesagt werden“, kündigt der zuständige ÖVP-Landesrat Markus Achleitner eine Neufassung des Raumordnungsgesetzes für Oberösterreich an. Dabei könne man auf eine schon in den vergangenen Jahren flächensparende Raumordnung aufbauen.

„In den vergangenen fünf Jahren hat es eine rückläufige Entwicklung des Bodenverbrauchs gegeben“, legt Landesrat Achleitner eingangs dar. So seien die gewidmeten Baulandflächen in den Jahren von 2001 bis 2018 nur von 60.296 auf 61.298 Hektar gestiegen, da zwischenzeitig auch viele Flächen rückgewidmet worden seien. Die Baulandreserven (gewidmet, aber unbebaut) seien in diesen 17 Jahren von 19.027 auf 12.206 Hektar zurückgegangen.

„Raum für Zukunft“
Trotzdem müsse man auch der Zukunft Raum geben, meint Achleitner. Dabei müssten der Schutz der natürlichen Umwelt als unsere Lebensgrundlage und die Reduzierung des Flächenverbrauchs im Vordergrund stehen, wie der ÖVP-Politiker betont. Daher gelten künftig folgende Grundsätze und Ziele:

    • Mobilisierung vorhandenen Baulands und Reaktivierung von Leerstand und Brachflächen haben Vorrang vor Neuwidmung.
    •  Einkaufen im Ortszentrum anstelle von Supermärkten am Kreisverkehr.
    • Leistbares Wohnen durch eine neue Widmungskategorie „Sozialer Wohnbau“.
    • Sicherung landwirtschaftlicher Flächen für unserer Nahrungsmittel durch Zersiedelungsstop und Ausweisung landwirtschaftlicher Vorrangflächen.

Höhere Beiträge
Anders als Salzburg wird Oberösterreich Baulandwidmungen nicht mit zehn Jahren befristen. Sondern Gemeinden können Erhaltungsbeiträge für unbebautes Bauland erhöhen und Grundstücke leichter selbst günstig erwerben.

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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