06.11.2019 21:41 |

Laut Airline Fehlalarm

Pilotenfehler sorgt für Großeinsatz in Amsterdam

Die niederländische Grenzpolizei hat am Mittwochabend eine „verdächtige Situation“ in einem Flugzeug auf dem Flughafen Amsterdam-Schiphol untersucht. Gegen 21 Uhr hieß es dann, dass Crew und Fluggäste einer Passagiermaschine der Airline Air Europa „sicher von Bord gehen konnten“. Wie die „Krone“ wenig später aus gut informierten Kreisen erfuhr, hatte der Pilot der Maschine den Großeinsatz durch einen Fehler ausgelöst. Er hatte irrtümlich den Entführungsalarm ausgelöst, wie auch die spanische Fluggesellschaft Air Europa mittlerweile bestätigte. Nichts sei passiert, man bitte um Entschuldigung.

Die Polizei untersuchte am Mittwochabend „eine Situation an Bord eines Flugzeugs“. Rettungsdienste wurden nach Schiphol beordert, ein Teilbereich des Flughafens wurde sicherheitshalber geräumt. Ein schwer bewaffnetes Spezialkommando der Polizei rückte aus, Autos mit abgedunkelten Scheiben waren auf dem Weg zum betroffenen Gate D5 zu sehen.

Kurz vor 21 Uhr meldete der offizielle Twitter-Account des Flughafens dann unter Berufung auf die Polizei, dass „Passagiere und Crew sicher von Bord“ seien. Die Untersuchungen vor Ort gingen demnach weiter. Die „Krone“ konnte wenig später aus gut informierten Kreisen in Erfahrung bringen, dass ein Pilotenfehler den Großeinsatz ausgelöst hatte. Demnach habe der Pilot einen falschen Transpondercode eingegeben, was wiederum den Alarm ausgelöst habe.

Gerüchte über mit Messern bewaffnete Männer
In sozialen Medien waren bereits kurz nach Bekanntwerden des Großeinsatzes erste Gerüchte kursiert, wonach es sich bei dem Zwischenfall um eine Geiselnahme an Bord eines Airbus A-330 handeln soll. Die Rede war von bis zu drei mit Messern bewaffneten Männern in einer Passagiermaschine, viele vermuteten gleich eine terroristische Absicht hinter dem Zwischenfall. Nichts davon sollte sich am Ende bewahrheiten.

Ein Sprecher der betroffenen Fluggesellschaft Air Europa betonte, es habe sich um einen „technischen Fehler“ gehandelt. Irrtümlich sei vom Piloten ein Entführungsalarm ausgelöst worden, bestätigte Air Europa den Fehlalarm. Nichts sei passiert, man bitte um Entschuldigung. Das für einen Teil des Flughafens erlassene Startverbot sollte noch am Mittwochabend wieder aufgehoben werden, wie der niederländische Rundfunk NOS meldete.

Laut „Algemeen Dagblad“ sollte die betroffene Air-Europa-Maschine gegen 19 Uhr nach Madrid fliegen. Den Tracking-Daten von Flightradar24 zufolge hatte eine Airbus A330-Maschine von Air Europa ein „merkwürdiges“ Bewegungsbild aufgewiesen - die Maschine hatte, wie an den Daten abzulesen ist, am Flughafenareal mehrmals ihren Standort geändert.

Team der „Krone“ erlebte Großeinsatz zufällig mit
Ein Team der „Krone“ saß zum Zeitpunkt des Großeinsatzes zufällig an Bord einer Maschine in Richtung Wien am Amsterdamer Airport. Zuvor habe es demnach Menschenschlangen nahe des geschlossenen Gates gegeben, aber der Betrieb am restlichen Flughafen sei normal weitergelaufen. Die Stimmung am Flughafen sei teils angespannt gewesen, Menschen sichtlich durch die „Breaking News“ in der Flughafenhalle verunsichert. An Bord der Maschine nach Wien sei die Lage aber wieder völlig entspannt gewesen.

Der Flughafen in der niederländischen Hauptstadt ist nach dem Londoner Flughafen Heathrow und dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle der drittgrößte in Europa.

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