06.11.2019 17:01 |

Flugbegleiter streiken

AUA hilft Lufthansa mit größeren Flugzeugen aus

Die österreichische Lufthansa-Tochter Austrian Airlines hilft dem Mutterkonzern aus: Auf den Strecken von Wien nach Frankfurt und München setzt die AUA während des Streiks der Lufthansa-Flugbegleiter am Donnerstag und Freitag größere Flugzeuge ein, um gestrandete Passagiere mitnehmen zu können.

Die AUA-Flüge selbst sind von dem - neuerlichen - Lufthansa-Streik nicht betroffen. Allerdings können auch Flüge mit AUA-Flugnummer ausfallen, wenn es sich um einen sogenannten Codeshare-Flug handelt, der von der Lufthansa oder einem anderen bestreikten Flugbetrieb durchgeführt wird, so ein Sprecher.

Grundsätzlich möglich sind Arbeitsniederlegungen bei der Lufthansa-Kerngesellschaft sowie bei vier weiteren Flugbetrieben mit deutschem Tarifrecht. Das sind Eurowings Deutschland, Germanwings, Lufthansa Cityline sowie SunExpress. Von der Gewerkschaft UFO nicht bestreikt werden Swiss, Austrian Airlines (AUA), Edelweiss und Brussels Airlines.

Die Lufthansa bietet keine Liste der 1300 abgesagten Flüge an. Passagiere können mit Eingabe der Flugnummer auf der Lufthansa-Webseite überprüfen, ob ihr Flug gestrichen ist.

Gewerkschaft fordert höhere Spesen und Zulagen
UFO fordert für die rund 21.000 Lufthansa-Flugbegleiter höhere Spesen und Zulagen sowie besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. In dem gesamten Tarifkonflikt geht es aber hauptsächlich um die vom Konzern aufgeworfene Frage, ob UFO überhaupt noch Tarifverträge für das Kabinenpersonal durchsetzen kann. Zumindest angedroht ist zudem die Ausweitung auf vier weitere deutsche Flugbetriebe des Konzerns inklusive der Eurowings. Für diese Flugbetriebe gibt es jeweils separate Tarifforderungen.

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