06.11.2019 14:05 |

Secop in Fürstenfeld

Protestmarsch: Mitarbeiter kämpfen um ihr Werk

Angespannt ist die Lage beim Kühlkompressoren-Hersteller Secop in Fürstenfeld: Teilen des Standortes droht die Schließung, aus Kostengründen soll die Produktion in die Slowakei ausgelagert werden. Obwohl die endgültige Entscheidung noch offen ist, werden auch im Burgenland Hilfsaktionen überlegt, schließlich sind 120 Burgenländer vom Jobverlust bedroht.

Groß war der Aufschrei in der Steiermark, als die Pläne des neuen Eigentümers vor zwei Wochen bekannt wurden. Den Standort aus burgenländischer Sicht retten will Landesrat Christian Illedits (SP). „Die Firma verteidigt jedoch ihre Pläne mit der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Weltkonzerns“, erklärte er nach einem Gespräch mit Geschäftsführung, Betriebsrat und Gewerkschaft GPA: „Sobald die Kündigungen offiziell sind, wollen wir konkrete Lösungen für die Betroffenen parat haben.“

„Wir geben nicht auf“
Noch hoffen viele, dass es nicht soweit kommt. „Wir geben nicht auf“, sagt die 37-jährige Birgit Karner. Rainer Pummer, Gruppenleiter in der Montage: „Trotz allem bin ich optimistisch, dass die EU-Behörde ordentlich prüft, damit Jobs erhalten bleiben.“

Auch viele andere langjährige Mitarbeiter blicken einer ungewissen Zkunft entgegen. „Alle wünschen sich, dass sich die Angelegenheit zum Positiven wendet. Hoffentlich kommt eine gute Führung nach, damit alles passt“, meint etwa Sandra Meitz (38).

Schon bald sollen die Gewerkschaft und der Betriebsrat mit der Geschäftsführung einen Sozialplan erstellen. Zum Protestmarsch ruft die Belegschaft am 12. November um 13 Uhr auf.

Karl Grammer
Karl Grammer
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