04.11.2019 06:00 |

Turbulente Zeiten

Experte Hofmann: Sparkurs für AUA einzige Chance

Turbulente Zeiten sieht der heimische Flugexperte Kurt Hofmann im Interview mit „Krone“-Redakteur Mark Perry auf die AUA zukommen. Harte Sparmaßnahmen seien unabdingbar.

„Krone“: Herr Kurt Hofmann, Sie sind international renommierter Flugexperte, ist denn dieser Sparkurs, den die Lufthansa ihrer Tochter auferlegt, wirklich notwendig oder nur soziale Härte zur Gewinnmaximierung?
Kurt Hofmann: Um die Zukunft der Austrian Airlines abzusichern, sind leider einschneidende Maßnahmen notwendig. Der Lufthansa bleibt keine andere Wahl.

Steht es denn wirklich so schlimm um die AUA?
Leider ja! Ich befürchte, sogar, dass noch mehr Maßnahmen notwendig sein könnten.

Die rot-weiß-rote Fluglinie hat doch noch 2017 mehr als 100 Millionen Euro eingeflogen. Warum jetzt dieser plötzliche Absturz?
Nach der Air-Berlin-Pleite im Jahr 2017 haben all diese Billigfluglinien Schwechat entdeckt, und sie fliegen den heimischen Flughafen quasi als Drehkreuz massiv an.

Mit dieser starken Konkurrenz kann die AUA nicht mithalten?
Wie denn auch? Die AUA ist alteingesessen und bei Weitem nicht so flexibel wie die Billigst-Fluglinien.

Dafür bietet sie mehr ...
Für viele Reisende zählt halt der Flugtarif mehr als alles andere an Service.

Warum trifft denn das nicht auch die großen Carrier wie British Airways?
Die agieren in einem anderen globalen Umfeld mit Geschäftsleuten aus der Bankenszene. Die British haben außerdem ein größeres Flugnetz in den ganzen Commonwealth.

Wird die AUA überleben?
Mit richtigen schlanken Strategien ja, es gab schlimmere Krisen. Zuvor könnte es noch schlimmer werden. Denn die Billigen werden die AUA-Schwäche ausnützen.

Mark Perry, Kronen Zeitung

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