26.10.2019 07:30 |

Busfahrer suspendiert

Kein Ende im Chaos mit Öffis im Kärntner Drautal

Das Öffi-Chaos zwischen Spittal und Villach in Kärnten nimmt offenbar kein Ende. Auch wenn die Verantwortlichen versichern, der neue Fahrplan sei auf Schiene, kommt es weiterhin zu Problemen. Der jüngste Vorfall wird aus Paternion gemeldet. Und der könnte einen Buschauffeur sogar den Job kosten.

Der Lenker des Postbusses hatte Donnerstagfrüh bei der Anfahrt zum Bahnhof gesehen, dass es knapp werden könnte, den Zug nach Villach zu erreichen, weil der Bus vor dem geschlossenen Schranken warten musste. Er hat seine jungen Fahrgäste früher aussteigen lassen, um ihnen einen längeren Weg zu ersparen.

Jene, die in den Zug nach Spittal umgestiegen sind, mussten zu Fuß über den Bahnübergang gehen. Eltern, die diesen Vorfall beobachtet hatten, sind entsetzt: „So etwas darf doch nicht wahr sein! Zum Glück ist nichts passiert.“

Busfahrer wurde suspendiert
Bei den ÖBB hat man darauf sofort reagiert. „Es ist klar, dass dies nicht erlaubt ist. Der Lenker ist deswegen suspendiert worden. Man muss ihm aber zugute halten, dass er aus Rücksicht auf die Schüler so reagiert hat“, erklärt ÖBB-Postbus-Sprecher Herbert Hofer.

Unterdessen hagelt es weiterhin Beschwerden über das neue Mobilitätskonzept. Mit den Zubringern in den Bereichen Sonnwiesen, Fresach und Glanz gebe es noch Probleme. Ebenso mit Bussen, die den Bahnhof Paternion anfahren.

Schranken verursachen Wartezeiten
Christian Heschtera, Chef vom Verkehrsverbund, erläutert: „Busse kommen teilweise zu spät oder zu knapp an, sodass die Fahrgäste zum Zug laufen müssen.“ Lange Wartezeiten verursachen vor allem drei Schrankenanlagen im Drautal: „Bei Stehzeiten bis zu zehn Minuten ist es schwer, den Fahrplan korrekt einzuhalten.“ Es werde aber intensiv daran gearbeitet, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen, Fehler zu beheben.

Gerlinde Schager, Kärntner Krone

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