23.10.2019 20:55 |

Kurz nach Neugründung

„Neue Aula“ nach einer Ausgabe wieder eingestellt

Nach der Neugründung des rechtsextremen und als FPÖ-nahe geltenden Magazins „Aula“ als „Neue Aula“ wird die Zeitschrift nach einer Ausgabe wieder eingestellt. Auf der Homepage hieß es am Mittwochabend nur knapp: „Das Magazin ,Neue Aula‘ wird nicht mehr erscheinen.“ Der Medienhaber führt finanzielle Gründe an.

Die FPÖ hatte tags zuvor klargestellt, dass die Verantwortlichen keine Mitglieder der Freiheitlichen Partei mehr sind. Herausgeber Martin Pfeiffer sei bereits seit Anfang September 2019 nicht mehr FPÖ-Mitglied, Medieninhaber Albert Engelmann trat demnach am Dienstag aus der Partei aus - „freiwillig“, wie betont wurde.

Ein Heft durch „große Spendenbereitschaft im Dritten Lager“
Engelmann bestätigte dies gegenüber Ö1 und ließ auch gleich die kleine Bombe platzen, dass die „Neue Aula“ nach nur einer Ausgabe bereits wieder eingestellt werde. Er erklärte, dass man keine Staats- und Parteisubventionen erhalte und sich „ausschließlich“ durch die Leser finanziere. Das erste Heft habe dank „großer Spendenbereitschaft im Dritten Lager“ bereits Anfang Oktober erscheinen können.

„Das Magazin ,Neue Aula‘ wird nicht mehr erscheinen“
Obwohl Engelmann in dem Magazin betonte, dass man zwei Ausgaben finanziert habe, ist nun auf der Website unter „Nächster Erscheinungstermin“ zu lesen: „Das Magazin ,Neue Aula‘ wird nicht mehr erscheinen.“

Kritik von SOS-Mitmensch an neuer Ausgabe
Auf Druck der FPÖ-Spitze war die „Aula“ im Vorjahr eingestellt worden, „Initialzündung“ für die Gründung des neuen Magazins war der Ibiza-Skandal. Kritik kam nach dem Erscheinen der aktuellen Ausgabe von SOS-Mitmensch Sprecher Alexander Pollak, für den die „Neue Aula“ in ähnlicher Besetzung auftrat und inhaltlich an das alte Magazin anknüpfte. So wurde in der Oktober-Ausgabe der Überfall Deutschlands auf Polen im Jahr 1939 als Auslöser des Zweiten Weltkriegs in Zweifel gezogen, ein „Mischkulturen“-Sager eines FPÖ-Politikers wurde darin als „populär“ dargestellt.

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