Nachhaltiges Bauen:

Jung-Architekten planen Gartenhaus aus Altmaterial

Im Stift Gleink bei Steyr gibt es einen Gemeinschaftsgarten. Studierende der Linzer Kunstuniversität planten dafür ein Gewächshaus. Es besteht aus Altmaterial und Lehm von vor Ort: „Das Projekt ist ein Beispiel für sozial und ökologisch verantwortliche Architektur“, sagt Sigi Atteneder, Leiter der Architekturklasse.

„Die Art und Weise, wie wir planen und bauen hat eine enorme Auswirkung auf unsere Klimazukunft“, sagt Sigi Atteneder. Der Architekt ist seit Oktober der neue Leiter der Studienrichtung Architektur an der Kunstuni. Und er hat ein Faible für BASEhabitat, ein Studienangebot, das „eine neue Generation von Architekten ausbildet“, so Atteneder. „Sie sind sich ihrer Verantwortung für die Gesellschaft und den Herausforderungen in Zeiten des Klimawandels bewusst und können Lösungen erarbeiten.“ Ab Februar 2020 kommt noch neuer, weiterer postgradualer Lehrgangim Bereich BASEhabitat dazu, der in englischer Sprache und sowohl bei den Lehrenden, als auch bei den Studierenden international ausgerichtet sein wird.

Bauten alles selbst
Die Studierenden bekommen das Rüstzeug, mit jeweils lokal verfügbaren Materialien, darunter auch alten Bauelementen, Neues zu errichten. Für das prächtige Gewächshaus im Gemeinschaftsgarten im Stift Gleink holte man Altmaterial - Holz- und Kunststoffteile - aus dem nächsten Altstoffsammelzentrum. Lehm vom Aushub für das Fundament wurde für die Wandisolierung verwendet. Studierende bauten das Gebäude, mussten in der Praxis umsetzen, was sie planten, Gärtner halfen mit.

Bürgermeister interessiert
Das ist ein regionales Beispiel für die völlig neue Denkweise von Architektur, die das „Pionierlabor“ BASEhabitat bereits seit 14 Jahren in internationalen Bauvorhaben, vor allem in Asien, verwirklicht. Die regionale Resonanz: „Immer mehr Bürgermeister fragen uns, wie sie ihre Gemeinde nachhaltig gestalten können“, sagt Atteneder. Mit Stadt Linz und Land Oberösterreich gibt es Kooperationen. „Wir bringen uns auch hier vor Ort in die Lebensraumgestaltung aktiv ein.“

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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