17.10.2019 17:42 |

„Extinction Rebellion“

Wütende Pendler zerren Aktivisten von Zügen

In London sind Donnerstagfrüh wütende Pendler und Aktivisten des Klima-Protestbündnisses „Extinction Rebellion“, die bereits seit Tagen Teile des öffentlichen Verkehrs in der britischen Hauptstadt mit Blockaden sowie Sitzstreiks lahmlegen, aneinandergeraten. Die Klimaaktivisten waren zur Hauptverkehrszeit in den Stationen Stratford, Canning Town und Shadwell auf Züge geklettert.

In der U-Bahnstation Canning Town kam es dabei zu einem Handgemenge. Wie Aufnahmen des Senders ITV zeigen, zerrten wütende Öffi-Benutzer einen Mann unsanft vom Dach einer U-Bahn. Anschließend dürfte es zu einigen Rangeleien gekommen sein. Angaben der Londoner Polizei zufolge, wurden nach dem Zwischenfall vier Personen festgenommen.

Angesichts des Vorfalles wurde ein geplanter Protest auf dem Flughafen Gatwick laut Angaben eines führenden „Extinction Rebellion“-Aktivisten abgesagt. Auf Twitter verurteilte der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan die gegen die U-Bahn gerichtet Aktionen.

Öffi-Nutzer reagierten mit Unverständnis
Wie der „Guardian“ berichtet, kletterten die Aktivisten auch auf Pendlerzüge, um sie am Verlassen der Stationen zu hindern. Dabei kam es ebenfalls zu Auseinandersetzungen zwischen „Extinction Rebellion“ und genervten Pendlern, die die Aktivisten unsanft von den Zügen zogen. „Seid ihr wirklich so dumm? Ihr stoppt einen elektrischen Zug,“ schimpfte ein wütender Mann.

Polizei nahm mehr als 1300 Menschen fest
Die Klimaaktivisten von „Extinction Rebellion“ hatten am Montag vergangener Woche zu einer 14-tägigen Aktionsreihe aufgerufen. Unterdessen unternahm die Londoner Polizei Schritte, um die Auswirkungen der Demonstrationen zu minimieren. Ihren Angaben zufolge wurden seit Beginn der Proteste mehr als 1300 Menschen festgenommen.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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