Schlange vor dem Sarg

Tausende Franzosen verabschieden sich von Chirac

Ausland
29.09.2019 21:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Tausende Menschen haben am Sonntag angestanden, um sich von dem verstorbenen früheren Staatspräsidenten Jacques Chirac zu verabschieden. Vor der Pariser Kathedrale Saint-Louis-des-Invalides bildete sich zu Mittag bei Regenwetter eine lange Schlange. 

Der Sarg des konservativen Politikers stand im Eingang der Kirche bedeckt von der französischen Trikolore. An der Wand hing ein riesiges Porträt Chiracs. Zuvor war der Sarg des ehemaligen Präsidenten mit einem Konvoi zum Invalides-Gelände gebracht worden. Dort hielten Vertreter verschiedener Religionen eine interreligiöse Zeremonie ab, um Chirac zu gedenken. Auch Mitglieder seiner Familie wie seine Tochter Claude waren anwesend.

Das ehemalige Staatsoberhaupt war am Donnerstag im Alter von 86 Jahren gestorben. An diesem Montag wird es einen Trauertag zu Ehren Chiracs geben. Zu einem Gottesdienst in der Pariser Kirche Saint-Sulpice werden Dutzende Staats- und Regierungschefs erwartet - unter anderem der russische Wladimir Putin, Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella oder der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban, wie der Élyséepalast am Samstag mitteilte.

Wegen Nein zu Irak-Krieg blieb er international in Erinnerung
Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat demnach zugesagt. Aus Deutschland wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Paris kommen. Nach Élysée-Angaben wird auch der deutsche Altbundeskanzler Gerhard Schröder erwartet. An der Seite von Schröder stemmte Chirac sich 2003 gegen die Irak-Angriffspläne des damaligen US-Präsidenten George W. Bush. Für diesen Protest gegen den amerikanischen Irak-Krieg blieb er international in Erinnerung. Der konservative Politiker war am Donnerstag im Alter von 86 Jahren gestorben.

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