23.09.2019 15:00 |

Delogierung droht

Illegale Vermietung: Stadt zieht nun vor Gericht!

Von der Stadt Wien gefördert, an Touristen illegal weiterverscherbelt - wie berichtet, verdienen sich einige „Mieter“ von Gemeindewohnungen eine goldene Nase. Die Stadt wurde mit den Beweisen in der „Krone“ konfrontiert, jetzt zieht Wiener Wohnen gegen die Möchtegern-Hoteliers vor Gericht. Die Delogierung droht.

Es ist verboten, Gemeindewohnungen im Internet an Touristen unterzuvermieten. Und trotzdem ist es ein harter Kampf, diese „Mieter“ aus den sozial geförderten Quartieren auch tatsächlich hinauswerfen zu können.

So geht es nun weiter:
Zwei Fälle von illegaler Vermarktung der Sozialwohnungen wurden in der „Krone“ bekannt, ÖVP-Wien-Chef Gernot Blümel kritisierte den „Missbrauch von Steuergeld“. Wiener Wohnen geht in den beiden Fällen nun so vor:

  • „Studio Loft with a nice view“ im Goethehof in der Donaustadt: Wiener Wohnen hat das Bezirksgericht mit dem Fall beauftragt, eine Aufkündigung des Mieterverhältnisses ist in Arbeit. Begründung: „Die vermietete Wohnung wird nicht zur Befriedigung des dringenden Wohnbedürfnisses des Mieters regelmäßig verwendet.“ Das kann man wohl sagen.
  • „Nice suite near Wien Center“ im Josef-Wiedenhofer-Hof in Hernals: Hier werden gerade Beweise erhoben. Das gestaltet sich schwieriger, als man glauben mag. Obwohl es das Angebot im Internet auf booking.com gibt, muss weiteres belastendes Material gesammelt werden. Sonst könnte Wiener Wohnen den Prozess verlieren.

Indes verdienen die illegalen Mieter mit den Wohnungen rund 80 Euro am Tag.

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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