21.09.2019 13:44 |

Nach Facebook-Aufruf

Kein Sturm auf Area 51: Alien-Fans feiern Party

Ende Juni erstellte der Student Matty Roberts aus Kalifornien eine Veranstaltung auf Facebook und rief dazu auf, die sagenumwobene Area 51 am 20. September zu stürmen, um „Aliens zu sehen“ und Geheimaktivitäten aufzudecken. Von dem von Behörden befürchteten extremen Zulauf aufs Gelände jedoch kann keine Rede sein: Zwar folgten etwa 2000 Menschen dem Aufruf, diese campen und feiern - bislang und trotz aller Warnungen von Autoritäten wie etwa der US-Luftwaffe - jedoch friedlich ihr „Alienstock“-Festival.

Die Area 51 bietet reichlich Stoff für Verschwörungstheorien. Zu dem militärischen Sperrgebiet in der Wüste im Süden des US-Bundesstaats Nevada halten sich seit Langem hartnäckig Gerüchte über Aliens und militärische Geheimprojekte. Fasziniert von all dem ist auch Student Matty Roberts, der Ende Juni dazu aufgerufen hatte, das Sperrgebiet zu stürmen.

„Alienstock“ statt Woodstock
Die Aktion war als Witz gedacht, doch haben bis zum heutigen Tage mehr als zwei Millionen Menschen zugesagt, den Gerüchten über Aliens und Ufos rund um das 50-Seelen-Dorf Rachel im Süden der Wüste des US-Bundesstaates Nevada auf den Grund zu gehen. 1,5 Millionen Nutzer zeigten sich an dem Event „Storm Area 51“, das von Roberts schließlich in „Alienstock“-Festival umgetauft wurde, interessiert. Schlussendlich aufgetaucht sind etwa 2000 Menschen.

Sogar Australier angereist
Wegen mangelnder Infrastruktur wurde das Event näher zu Las Vegas verlegt. In Rachel hätte es möglicherweise in einer „humanitären Katastrophe“ enden können, so die Begründung. Besucher seien aus Polen, Schottland, den USA und sogar Australien angereist.

Einige „verrückte Typen“ vor Ort
Aufatmen wollten Einwohner wie Joerg Arnu dennoch nicht: Sie befürchteten „Mobszenen“ durch Besucher, die den weiten Weg auf sich genommen und sich von der Veranstaltung mehr erhofft hatten. Vorsorglich hatten sie Warnschilder vor ihren Häusern aufgestellt und Funkverbindungen unter den Nachbarn eingerichtet.

Derzeit sei die Lage aber „recht ruhig“, auch wenn einige „verrückte Typen“ dabei wären, die sich als Aliens verkleidet hätten. Im Grunde seien es Touristen, „die sich alles angucken“ und rege zwischen dem Ort und dem Gate zur Area 51 hin- und herfuhren, so Arnu.

Unweit von Rachel wurde ebenfalls eine Veranstaltung abgehalten. Beim „Storm Area 51 Basecamp“ in Hiko gab es Musik, Foodtrucks und eine Doku-Film-Vorführung. Alles ganz ohne Wirbel.

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