Wirbel um Sacherl

Sieben Jahre Tauziehen um Sanierung eines Hauses

Umbau oder doch Verfall? Diese Frage stellt sich in Aurolzmünster bei einem fast 200 Jahre alten Holzhaus in der idyllisch gelegenen Ortschaft Maierhof. Seit 2012 kämpft Maria Reifeltshammer um eine Genehmigung für die Erneuerung des Erbstückes. Grünes Licht gibt es aber noch immer nicht.

„Das Haus befindet sich auf Grünland und war auch lange nicht bewohnt. Ob es saniert werden darf, steht nicht eindeutig fest. Es ist auch noch nicht abgeklärt“, ließ der Aurolzmünsterer Amtsleiter Josef Dezelhofer die „Krone“ wissen. Er rechnet damit, dass in den nächsten Wochen eine Entscheidung fallen wird. Der Ball liege beim Bezirksbauamt und Bürgermeister Walter Schneiderbauer, der zur Zeit auf Urlaub ist.

Hausbesitzerin sieht eine Verzögerungstaktik
Hauseigentümerin Maria Reifeltshammer hat die Hoffnung für die Erlaubnis zum dringend notwendigen Groß-Umbau des Sacherls so gut wie aufgegeben: „Die Gemeinde betreibt die übliche Hinhalte- und Verzögerungstaktik mit wechselweiser negativer Kompetenzzuweisung“, ärgert sich die 57-Jährige, die während der Woche in Salzburg und an Wochenenden unweit des alten Holzhauses wohnt. Vom Bürgermeister gehe die Angelegenheit zum Bezirksbauamt und wieder zurück.

Viele Spekulationen
„Es wurden auch Widmungsanträge noch vor der jeweiligen Entscheidung zurückgenommen“, behauptet Reifeltshammer. Weil sie so „lange lästig war“, rechne sie nun nicht mehr mit einem positiven Bescheid: „Das Haus wird wohl verfallen müssen!“ Über die Gründe für das jahrelange Theater wird auch im Ort heftig diskutiert und spekuliert. Nicht ausgeschlossen wird ein Disput mit einem Landwirt in der Nachbarschaft, dem das Holzhaus bei eventuellen Ausbauplänen im Weg stehen könnte.

Mario Zeko
Mario Zeko
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