20.09.2019 11:13 |

Details zur Amoktat

„Verwirrter“ feuerte 30-mal auf Polizisten!

An die 30 Schüsse hat jener Steirer am Donnerstagabend von seinem Haus aus auf Polizisten, deren Auto und weitere Fahrzeuge und Gebäude in der Umgebung abgegeben, der die Exekutive über Stunden hinweg in Atem hielt. Wie berichtet, war ein Großeinsatz der Polizei die Folge, die mit Unterstützung der Cobra, Hubschraubern und Rettungskräften zum Einsatzort in Gnas in der Südoststeiermark ausrückten. Erst nach mehreren Stunden zäher Verhandlungen konnte der laut Polizei alkoholisierte und geistig verwirrte 49-Jährige zur Aufgabe überredet werden. Nun wird gegen ihn wegen mehrfachen versuchten Mordes ermittelt.

Nach dem gefährlichen Einsatz am Donnerstagabend gab die Polizei am Freitagvormittag weitere Details zum Vorfall bekannt. So hatte der 49-jährige Verdächtige gegen 18 Uhr im Beisein seiner Lebensgefährtin und den beiden Nichten - laut aktuellem Erkenntnisstand 15 und 18 Jahre alt - gedroht, sich im Haus zu erschießen.

Die 53-jährige Frau nahm die Drohung ihres Freundes ernst und alarmierte die Polizei. In der Folge verließen sie und die beiden Mädchen das Haus und warteten auf die Polizei, während der 49-Jährige in den Räumlichkeiten blieb.

„Dienstfahrzeug von vier Schüssen getroffen“
Als sich eine Streife der Polizeiinspektion dem Haus näherte, eröffnete der Verdächtige vom Balkon aus plötzlich das Feuer auf den Polizeiwagen, die Insassen - ein Polizist und zwei Polizistinnen - konnten jedoch gerade noch Deckung finden. „Das Dienstfahrzeug wurde von vier Schüssen getroffen“, erklärte Polizeisprecher Leo Josefus am Freitagvormittag. „In weiterer Folge schoss der als psychisch krank beschriebene 49-Jährige immer wieder aus dem Haus auf die Polizisten.“

Sofort wurden zahlreiche Kräfte naher Polizeistationen zusammen- und die Cobra aus Graz und Wiener Neustadt hinzugezogen. Aus der Luft wurde die Exekutive überdies mit zwei Polizeihubschraubern samt Wärmekameras unterstützt. Ebenso wurden die Rettung und die Feuerwehr zum Ort des Geschehens beordert.

Von Cobra überwältigt
Danach folgten zähe Verhandlungen mit dem Schützen, über mehrere Stunden hinweg versuchte die Verhandlungsgruppe, den 49-Jährigen zur Aufgabe zu überreden - schlussendlich mit Erfolg. Kurz nach 21.15 Uhr kam der Verdächtige schließlich unbewaffnet aus dem Haus und konnte von der Cobra überwältigt werden. „Dabei erlitt der Mann leichte Abschürfungen“, so Josefus.

Wie sich herausstellte, war der Verdächtige stark alkoholisiert und „offensichtlich geistig verwirrt“, weshalb eine Einvernahme des Mannes vorerst nicht möglich gewesen sei, hieß es weiter. Nach einer ärztlichen Untersuchung wurde der mutmaßliche Schütze in eine Klinik eingeliefert und dort auf die geschlossene Abteilung verlegt.

Zwei Faustfeuerwaffen und Munition sichergestellt
Bei der Durchsuchung des Hauses stießen die Polizeibeamten in der Zwischenzeit auf zwei Faustfeuerwaffen (Kaliber 9 mm), die auf den 49-Jährigen registriert sind, sowie auf rund 70 Schuss Munition. Ein Waffenverbot wurde über den Verdächtigen verhängt, auch wird er angezeigt. Gegen ihn wird derzeit wegen mehrfachen Mordversuchs ermittelt.

Die Ermittlungen werden am Freitag fortgeführt, dabei soll laut Josefus auch eine Drohne zum Einsatz kommen.

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