18.09.2019 17:03 |

Schock für Passagiere

Fahrerlose Pariser Metro rast durch drei Stationen

Eine Fahrt mit der Pariser Metro gehört zum Pflichtprogramm vieler Touristen. Am Dienstagabend haben Passagiere eine wahre Horrorfahrt erlebt: Ein Zug der fahrerlosen U-Bahn-Linie 1 raste hinter dem Louvre-Museum los und durchfuhr drei Stationen, ohne anzuhalten. Die vollautomatische Garnitur sei regelrecht „durchgedreht“, erklärte eine Gewerkschaft, die Metro- und Busfahrer vertritt.

„Wir sind nur knapp einem enormen Unfall entgangen“, schrieb ein Passagier auf Twitter. Ihre Metro sei beinahe in eine vorausfahrende U-Bahn hineingerast. Er habe noch nie im Leben so viel Angst gehabt. Erst eine Station vor dem Triumphbogen habe der Zug angehalten.

Betreiber spricht von „technischem Zwischenfall“
Die Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP bestätigte den Vorfall am Mittwoch und sprach von einem „technischen Zwischenfall“. Auch wenn die Fahrt für die Passagiere sicher „eindrucksvoll“ gewesen sei, „versichern wir Ihnen, dass keine Gefahr bestand“, erklärte RATP auf Twitter.

Andere U-Bahn-Nutzer berichteten sogar, sie hätten eine Explosion gehört und die geschockten Menschen seien aufgefordert worden, die U-Bahn-Station zu verlassen. Auch den Knall bestätigte der U-Bahn-Betreiber RATP. Dieser sei durch einen Kurzschluss verursacht worden sei.

Die Gewerkschaft Solidaires RATP rief dazu auf, nicht immer mehr fahrerlose Züge einzusetzen. Um Geld zu sparen, wird derzeit auch die viel befahrene Pariser Linie 4 auf Automatik-Betrieb umgestellt.

Fahrerlose U-Bahnen in mehreren Städten
In mehreren Städten Europas - etwa Barcelona, Budapest, Rom, Turin, Nürnberg oder Kopenhagen - sind mittlerweile fahrerlose U-Bahn-Züge im Einsatz. Auch in Wien soll die derzeit im Bau befindliche U5 (Bild oben) ohne Fahrer auskommen. Allerdings werden laut Wiener Linien in den ersten Betriebsjahren zwischen 2022 und 2025 noch Zugsführer an Bord sein.

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