16.09.2019 13:17 |

Aufruf zur Großdemo

„Fridays for Future“: 6 Forderungen an die Politik

Auf dem Wiener Heldenplatz haben Vertreter der „Fridays for Future“-Bewegung am Montagvormittag erstmals sechs Forderungen an die Politik präsentiert. Ohne diese konkreten Maßnahmen sei es unmöglich, die Klimaschutzziele aus dem Pariser Abkommen zu erreichen, zeigten sich die Aktivisten alarmiert. Außerdem hat die Umweltschutzbewegung für 27. September - zwei Tage vor der Wahl - zu einem erneuten Großprotest für bessere Klimaschutzpolitik aufgerufen.

Die Erklärung des Klimanotstandes, Klimaschutz in der Verfassung, Netto-Null-Emissionen bis 2030, eine ökosoziale Steuerreform bis 2020, mehr Biodiversität und den Stopp von fossilen Großprojekten wie etwa den Ausbau von Flughäfen oder Autobahnen - diese sechs konkreten Forderungen richtet „Fridays for Future“ erstmals an die Politik. Werde diesen - „von der Wissenschaft unterstützten“ - Forderungen nicht nachgekommen, müsse man einen „Systemwandel“ anstreben, heißt es seitens der Umweltschutzbewegung.

Die sechs Forderungen wurden im Zuge des 3. Bundesplenums, das vom 6. bis zum 8. September in Graz stattfand, beschlossen. Die Politik dürfe die Verantwortung nicht länger auf die Konsumenten abschieben, sondern müsse entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen schaffen. Kritisiert wurde von „Fridays for Future“ auch, dass sich Österreich mit nur 30 Millionen Euro an der Wiederbefüllung des Green Climate Fund beteiligt - andere Länder würden Milliarden zahlen.

Zweiter großer Protest zwei Tage vor der Wahl
Außerdem haben Vertreter der Bewegung für 27. September zu einem neuerlichen österreichweiten Protest für bessere Klimaschutzpolitik aufgerufen. Die Großdemonstrationen sind Teil der „Week for Future“, die am Freitag startet. Beim ersten großen Klimastreik am 15. März gingen in Österreich mehr als 20.000 Schüler und Studenten auf die Straße.

Kronen Zeitung

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