29.08.2019 15:00 |

Budget gestiegen

Stadt Wien pumpt 1,1 Milliarden Euro in Pflege

Der Fonds Soziales Wien, kurz FSW, zieht Bilanz: Die Ausgaben im Pflegebereich steigen. Immer mehr Wiener brauchen Betreuung. Auch Obdachlose gibt es mehr. Im Gegenzug sinken die Kosten für Flüchtlinge. Mit 1,75 Milliarden Euro Budget versorgt der FSW fast 121.000 Menschen in Wien.

Der Jahresvergleich zeigt: 59.810 Wiener brauchen Pflege, Tendenz steigend. Es ist die mit Abstand größte Gruppe der FSW-Kunden. „Allein für Leistungen aus Pflege und Betreuung hat die Stadt 1,116 Milliarden Euro aufgewendet. In keinen anderen Bereich investieren wir so viel“, erklärt Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Gestiegen sind ebenso die Kunden mit Behinderung sowie Obdachlose. 11.730 wohnungslose Menschen leben bereits in der Stadt, um 630 mehr als 2017.

„Jeder Euro ist gut investiert“
Die sinkende Zahl an Asylsuchenden bringt eine Entlastung auf anderer Seite: Die Wiener Flüchtlingsbetreuung hatte 26.370 Personen in ihrer Obhut, um 7180 Leute weniger als im Jahr davor. Demnach gingen die Kosten von 183 Millionen auf 138 Millionen Euro zurück. In allen anderen Bereichen (Behinderte Menschen, Leute mit Schulden) verzeichneten die 170 FSW-Organisationen leichte Kundenzuwächse. „Unser Budget ist moderat um 23,6 Millionen gestiegen“, so Fonds-Chefin Anita Bauer. „Jeder Euro, den wir für soziale Sicherheit ausgeben, ist gut investiert.“

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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