Bub (14) verlor Mutter

Angehörige sorgen bei Unfallstelle für Tumult

Dramatische Szenen am Montagabend im niederösterreichischen Traiskirchen: Zwei Autos kollidierten frontal, die beiden Lenker - ein 47-Jähriger und eine gleichaltrige Frau - kamen dabei ums Leben. Ein 14-jähriger Bub, der am Beifahrersitz saß, verlor seine Mutter und wurde selbst schwer verletzt. Der mutmaßliche Unfallverursacher hatte keinen Führerschein. Einige Angehörige des Mannes sowie weitere Schaulustige pilgerten zur Unfallstelle - und behinderten damit die Einsatzkräfte. 

Schauplatz der folgenschweren Karambolage war die B212 im Ortsteil Möllersdorf von Traiskirchen. Laut Polizei war der führerscheinlose 47-Jährige aus dem Bezirk Baden mit seinem Auto - ein Cabrio - aus ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten.

Dort kam es zum Frontalcrash mit dem Wagen der Frau, ebenfalls 47 und aus dem Bezirk Baden. Die Lenker wurden in den Wracks eingeklemmt. Sie starben noch an der Unfallstelle. Der 14-jährige Sohn und Beifahrer der Frau überlebte als einziger. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ordnete die Obduktion der Leichen an. Zudem wurden die Unfallfahrzeuge sichergestellt.

Einsatzkräfte behindert
Der ohnehin schon sehr an den Nerven der Helfer zehrende Einsatz wurde zudem durch Dutzende Schaulustige erschwert. „40 bis 60 Angehörige des verstorbenen 47-Jährigen pilgerten zu der Einsatzstelle und verliehen ihrer Trauer Ausdruck“, so Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner im Gespräch mit krone.at. Die Trauernden hätten versucht, sich dem Wrack zu nähern, Einsatzkräfte seien dadurch behindert worden.

Ein Zeuge meinte hingegen, dass etwa 40 bis 50 Schaulustige vor Ort gewesen seien. Die Feuerwehr habe diese aufgefordert, zurückzugehen. Zudem seien etwa zehn Angehörige zur Unglücksstelle gekommen. Wegen dieser Personen seien zusätzliche Polizeistreifen alarmiert worden.

In weiterer Folge sei es laut Feuerwehr sogar „zu tumultartigen Szenen“ gekommen. Die Polizei habe mehrere Streifen zusätzlich angefordert, um die Arbeiten der Helfer abzusichern. „Die Situation wurde so rasch unter Kontrolle gebracht“, sagte der Polizeisprecher.

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