19.08.2019 13:45 |

Gegen die Hitze

Wenn der Wilde Wein am Wartehäuschen sprießt ...

Nach den viel diskutierten grünen Rasengleisen und Sprühnebelduschen wird nun in der Bundeshauptstadt eine weitere Maßnahme gegen die Hitze erprobt. Wilder Wein rankt sich künftig an Wartehäuschen in Wien empor, um so ein kühlendes Blätterdach für wartende Öffi-Nutzer zu bilden. Ob die begrünten kleinen Dächer auch tatsächlich Zukunft haben, wird sich in spätestens einem Jahr zeigen.

Denn so lange wird das Projekt evaluiert. An insgesamt fünf Haltestelle in Wien wird künftig die Begrünung getestet. An der Rückseite der Häuschen wurde in Trögen die schnell wachsende Pflanze eingesetzt. Sie soll sich rasch gen Himmel emporschlängeln, in der Folge das Dach vor der einfallenden Sonne schützen und einen kühlenden Effekt erzeugen. Zu sehen gibt es die begrünten Haltestellen in der Nähe des Schwedenplatzes, am Julius-Raab-Platz nahe der Urania, am Universitätsring Ecke Stadiongasse, am Parkring sowie in der Vorgartenstraße.

Werden neue Stationen gebaut, soll die Begrünung künftig auch in deren Planung miteinfließen, hieß es am Montag. Da sich jedoch nicht jedes Wartehäuschen für eine direkte Bepflanzung eigne - etwa aufgrund von Problemen bezüglich der Statik -, habe man auf die Variante der Tröge zurückgegriffen, erklärte dazu Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ).

5000 Euro pro Station
Ein optisch ansprechender Nebeneffekt: Im Herbst färbt sich das Laub des Wilden Weins feuerrot und wertet den Haltestellenbereich auf, so Sima. Und die Kosten? Eine begrünte Station schlägt mit je 5000 Euro zu Buche. Zuletzt sind laut Sima die Mittel für Fassaden-, Dach- und Innenhofbegrünungen um rund 500.000 Euro erhöht worden. Zusätzlich gebe es ein Sonderbudget von acht Millionen Euro für großflächige Baumpflanzungen.

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