18.08.2019 07:41 |

Kritik an Ehefrau

Heinz Schaden wehrt sich gegen Prüfbericht

Intransparenz, hohe Personal- und Reisekosten wirft das städtische Kontrollamt dem China-Büro von Stadt und Land vor - Prüfer rügen Schadens Frau. Ex-Stadtchef Heinz Schaden (SPÖ) weist die Kritik zurück. Das Büro leitet seine Ehefrau Jianzhen „Jenny“ Schaden.

„Der Bericht ist eindeutig politisch motiviert“, verweist Schaden auf die ÖVP-Nähe von Kontrollamtsdirektor Max Tischler. „Mich ärgert, dass man jetzt meine Frau reinzieht.“

Der ehemalige Bürgermeister ortet auch einen Zusammenhang mit dem bevorstehenden Finale des Swap-Prozesses: Wie berichtet, verhandelt der Oberste Gerichtshof am 1. und 2. Oktober über die Berufung von Schaden und fünf weiteren Angeklagten. „Im Vorfeld wird hier offenbar versucht, noch etwas nachzulegen.“

Die Organisation des China-Büros habe er bereits 2006 mit dem damaligen Landesvize Wilfried Haslauer (ÖVP) geregelt. „Das war lange vor unserer Hochzeit, wir waren damals noch nicht zusammen. Und Kontrollamt und Rechnungshof hatten stets Einblick.“

Das jetzt kritisierte Büro seiner Frau im Schloss Mirabell sei „kein Privileg“ gewesen, „sondern hat der Repräsentation gedient“. Chinesen würden nämlich sehr großen Wert auf das Protokoll legen.

Die im Kontrollamtsbericht angeführten Reisen seien „keine Urlaube“ gewesen, sondern hätten wirtschaftlichen, touristischen und politischen Hintergrund gehabt. „Meine Frau hat nach jeder Reise einen Bericht verfasst.“

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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