Nach ÖVP-Kritik:

Lehrervertreter gesprächsbereit über Karenz-Ferien

Die Bildungslandesrätinnen von Salzburg und Oberösterreich rügen, wie berichtet, die Praxis von Lehrerinnen, die Babykarenz in den Sommerferien - voll bezahlt, aber unterrichtsfrei - zu unterbrechen. Lehrervertreter Paul Kimberger (CLV) räumt ein, dass die Optik besser sein könnte, und ist gesprächsbereit über Änderungen.

100 von 700 Pflichtschullehrerinnen in Karenz haben diese in den Sommerferien unterbrochen; in den höheren Schulen kommen weitere 16Fälle (von 119) dazu. Die voll bezahlten Ferien von der Karenzsind zwar gesetzlich möglich. Aber wie sieht das aus einem moralischen Blickwinkel aus?

„Die Optik könnte besser sein“
„Moral hin oder her, das ist Gesetzeslage und zugleich keine Sonderregel für Lehrer, die außerdem eine Jahresarbeitszeit haben“, scheint Lehrergewerkschafter und CLV-Landesobmann Paul Kimberger zuerst zu „mauern“. Er sagt aber auf „Krone“-Anfrage auch: „Die Optik, da gebe ich Ihnen Recht, könnte besser sein. Deswegen werden wir uns Gesprächen, sollte der Wunsch von der Politik kommen, dass man hier eine Änderung haben möchte, sicher nicht verschließen, um wieder eine gute Lösung zu bekommen.“

Falscher Eindruck gegenüber Lehrern
Zuvor hatte Bildungslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) die Vorgehensweise der betroffenen Lehrerinnenvor allem wegen des Imageschadens gerügt: „Damit entsteht bei der Bevölkerung ein völlig falscher Eindruck all jenen Lehrerinnen und Lehrern gegenüber, die diese Möglichkeit nicht wahrnehmen. Ich bin offen dafür, diese Regelung zur Diskussion zu stellen.“

Einige Fragen sind noch offen
Offene Fragen sind auch noch: Was ist mit den Karenzvertretungen im Sommer? Und was hieße eine Karenzunterbrechung für zwei Monate unterm Jahr für den Schulbetrieb?

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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