05.08.2019 06:47 |

20 Menschen erschossen

Blutbad in Texas: Täter droht Todesstrafe

Die Ermittler in den USA stufen das Massaker in einem Einkaufszentrum im texanischen El Paso mit 20 Toten als „inländischen Terrorismus“ ein. Dies sagte John Bash von der Generalstaatsanwaltschaft am Sonntag. Der 21-jährige Täter (siehe seine Verhaftung oben im Video) könnte wegen eines „Hassverbrechens“ angeklagt werden. Bezirksstaatsanwalt Jaime Esparza kündigte an, die Todesstrafe zu fordern. 

Der 21-jährige Patrick Crusius soll in einem Einkaufszentrum 20 Menschen getötet und 26 weitere verletzt haben. Er soll aus der Stadt Allen nördlich von Texas stammen.

Manifest: „Hispanische Invasion“
Vor der Tat soll er ein Manifest verfasst haben, das im Internet gefunden wurde. Darin heißt es unter anderem: „Dieser Angriff ist eine Antwort auf die hispanische Invasion in Texas.“ Auch US-Präsident Trump hatte im Zusammenhang mit den Flüchtlingsbewegungen aus Mittelamerika in Richtung der US-Grenze das Wort „Invasion“ verwendet. 

Video: 20 Tote in Einkaufszentrum von El Paso

„Wir werden ihn zur Verantwortung ziehen“
Bezirksstaatsanwalt Esparza sagte am Sonntag, auf Ebene des Bundesstaates werde man Anklage wegen Mordes gegen den Verdächtigen erheben, so dass die Todesstrafe infrage kommen könnte. Die Tat stehe nicht für das, was El Paso auszeichne. „Wir sind eine wirklich gute und liebevolle Gemeinschaft, wir werden ihn zur Verantwortung ziehen“, sagte Esparza.

„Ausländerfeindliche Barbarei“
Drei der 20 Todesopfer sind Mexikaner. Die mexikanische Regierung verurteilte das Massaker scharf und kündigte rechtliche Maßnahmen zum Schutz von Mexikanern in den USA an. Vize-Außenminister Jesus Seade twitterte im Stile Trumps offenkundig an dessen Adresse: „Die moderne Welt kann solche Akte von AUSLÄNDERFEINDLICHER BARBAREI, die nicht in einem Vakuum passieren, nicht erlauben. STOPPT komplett jene RHETORIK, durch die sie angestachelt wird.“

Mexiko erwägt Auslieferungsantrag für Todesschützen
Mexiko erwägt sogar einen Auslieferungsantrag für den Todesschützen. „Für Mexiko ist diese Person ein Terrorist“, sagte Außenminister Marcelo Ebrard am Sonntag. Daher denke der Generalstaatsanwalt darüber nach, ein Verfahren einzuleiten, das zu einem Antrag auf Auslieferung des Täters nach Mexiko führen könnte.

„Trump ist verantwortlich dafür“
Vor Seade hatten bereits führende Vertreter der US-Demokraten dem Präsidenten eine Mitverantwortung für die Tat gegeben. „Donald Trump ist verantwortlich dafür. Er ist verantwortlich, weil er Ängste, Hass und Engstirnigkeit schürt“, sagte etwa der Senator und Präsidentschaftskandidat Cory Booker am Sonntag im CNN. 

Weißes Haus: „Feige Taten“
„Wir verurteilen diese hasserfüllten und feigen Taten“, hieß es in einer Mitteilung des Weißen Hauses. Die Nation trauere mit den Angehörigen der Opfer „und wir teilen den Schmerz und das Leid derjenigen, die bei diesen zwei sinnlosen Angriffen verletzt wurden“. Zuvor hatte Trump in Tweets die Polizeiarbeit bei den beiden Taten als „sehr schnell“ gelobt.

Nach Massakern: Wieder Debatte um schärferes Waffengesetz in den USA
Wenige Stunden nach dem Texas-Massaker kam es in dne USA zu einem weiteren Blutbad. Im Bundesstaat Ohio erschoss ein 24-Jähriger neun Menschen, ehe er von der Polizei selbst getötet wurde. Nach den beiden Attentaten entbrannte in den USA eine neuerliche Diskussion um ein schärferes Waffengesetz.

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