Heer ist pleite:

Angelobung im Mühlviertel wegen Sparkurs abgesagt

Stocksauer ist man beim Kameradschaftsbund Ulrichsberg: Die für Freitag geplante Angelobung von 300 Rekruten zum 110.Jubiläum im Rahmen der Böhmerwaldmesse wurde vom Militärkommando OÖ abgesagt. Beim Bundesheer verteidigt man sich, dass schlicht kein Geld für Überstunden mehr vorhanden sei.

300 Rekruten sollten im Rahmen der Böhmerwaldmesse feierlich angelobt werden. Doch weil das Bundesheer pleite ist, kam es nicht dazu. „Für uns war das eine kleine Katastrophe. Wir haben den Festakt ausgiebig beworben und dann hat uns das Bundesheer vor einer Woche aus Spargründen abgesagt. “, ist Kameradschaftsbund-Obmann Siegfried Umdasch sauer: „Wir haben erst eine Woche vorher Bescheid bekommen. Das Heer hat uns angeboten, die Angelobung um 11 statt um 18 Uhr zu veranstalten, aber das ging nicht, weil wir den Landesseniorentag mit 4000 Leuten hatten.“

Keine Überstunden
„Das stimmt so nicht ganz“, sagt Gerhard Oberreiter vom Militärkommando OÖ. „Wir haben die Gemeinde einen Monat zuvor informiert und angeboten, die Angelobung in der regulären Dienstzeit um 13 Uhr zu veranstalten, weil wir einfach kein Geld mehr für die Überstunden des Personals haben. Aber natürlich tut uns das sehr leid.“

Hohe Kosten
Eine Angelobung kostet zwischen 10.000 und 20.000 Euro. Heuer soll nur noch in Kasernen angelobt werden.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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