19.07.2019 06:23 |

Am Magdalensberg

Jetzt kommt ein Hotel: „Stephansdom der Antike“

Das Projekt eines Wellnesshotels auf dem Gipfel des Magdalensberges ist heikel, sogar sehr heikel. Für den Architekten wird es zur Herausforderung, das geschichtsträchtige Ensemble nicht zu sehr zu stören. Immerhin stand dort oben, wo die Vierbergler losgehen und eine uralte Kirche weit übers Kärntnerland zu sehen ist, einst ein riesiger römischer Tempel. Er war der „Stephansdom der Antike“.

Der Tempel wurde samt Befestigungsanlage gleich nach der Okkupation des keltischen Noricums durch die Römer im Jahr 15 vor Christus errichtet. Er war dem Kriegsgott Latobius-Mars gewidmet. Die heutige weithin sichtbare Kirche wurde erstmals im Jahr 1262 erwähnt, sie war vermutlich eine Gründung des Schenken von Osterwitz. Sie ist der Heiligen Helena (daher oft Helenenberg) geweiht. Als Ausgangspunkt des Vierbergelaufes ist sie Abertausenden bekannt.  Unweit davon soll nun - wie berichtet - ein 20-Zimmer-Hotel mit Wellnessbereich entstehen. Eine mehr als sensible Angelegenheit an diesem Standort.

Supervisor am Berg
Der bekannte Kärntner Archäologe Heimo Dolenz ist guter Dinge, dass das Projekt keine allzu großen Auswirkungen auf das Erbe der Geschichte haben wird. „Es wird von allen Beteiligten, von den Bauwerbern über den Architekten bis zur Gemeindepolitik mit größter Vorsicht vorgegangen.“ Die derzeitigen Begleitgrabungen, die das Hotelprojekt vorbereiten sollen, werden übrigens von einer steirischen Firma durchgeführt, Dolenz selbst ist zweimal in der Woche als Supervisor am Magdalensberg.

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger

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