09.07.2019 16:04

Tektonische Spannungen

Istanbul droht laut Studie gewaltiges Erdbeben

Der türkischen Millionenmetropole Istanbul droht ein gewaltiges Erdbeben. Der Grund: Unter dem Marmarameer nahe der Stadt hat sich eine erhebliche tektonische Spannung mit großem Erdbebenpotenzial entwickelt. Sie würde reichen, um ein Beben der Stärke 7,1 bis 7,4 auszulösen, berichtet ein deutsches Forscherteam.

Unter dem Marmarameer liegt ein Abschnitt der sogenannten Nordanatolischen Störung, die die Grenze zwischen der eurasischen und der anatolische Erdplatte markiert. Zweieinhalb Jahre lang hatten Forscher um den Geophysiker Dietrich Lange vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung im deutschen Kiel dort mit dem am Zentrum entwickelten Messsystem GeoSEA Daten in 800 Metern Wassertiefe gesammelt.

„Wenn sich die angestaute Spannung während eines Erdbebens löst, würde sich die Verwerfungszone auf einen Schlag um mehr als vier Meter bewegen“, sagte GeoSEA-Projektleiterin Heidrun Kopp. Ein solches Ereignis hätte für Istanbul sehr wahrscheinlich ähnlich weitreichende Folgen wie das Erdbeben 1999 für die Stadt Izmit, die ebenfalls an der Nordanatolischen Störung liegt, mit über 17.000 Opfern.

Am 22. Mai 1766 lösten ein Erdbeben mit einer Magnitude von ungefähr 7,5 und eine darauffolgende Flutwelle in Istanbul eine Katastrophe aus, die Häuser zerstörte, Hafenanlagen beschädigte und Tausende Opfer forderte. Der Ursprung des Bebens wird heute entlang der Nordanatolischen Störung im Marmarameer verortet. Es war bislang das letzte schwere Erdbeben, das die Metropole am Bosporus getroffen hat.

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