03.07.2019 06:00 |

Keine Ausdehnung

Praterstern bleibt die einzige Alkoholverbotszone

Wer dahinter eine logische Strategie erkennen will, muss besondere Gaben haben: Die SPÖ vom Bürgermeister abwärts findet das Alkoholverbot am Wiener Praterstern toll, die Straftaten haben sich laut Polizei halbiert, Anrainer und Öffi-Passagiere fühlen sich viel sicherer, dennoch wird das Verbot nicht auf andere Hotspots der Stadt ausgedehnt. Die Regierung setzt auf „sanfte“ Maßnahmen.

Drei Orte hat die Stadt auserkoren: Den Bereich um die U-Bahn-Stationen Gumpendorfer Straße und Josefstädter Straße sowie den Jonas-Platz im 21. Bezirk. Mehr Sozialarbeiter, mehr Polizei, Kameras und der Rückschnitt von Sträuchern sollen für Beruhigung sorgen. Hochprozentiges bleibt an allen drei Hotspots erlaubt. Ein Kniefall vor den Grünen? Immerhin fordern die Bezirks-SPÖ und viele Floridsdorfer vehement ein Alkoholverbot auf dem Franz-Jonas-Platz.

„Jeder Ort hat andere Probleme“
Öffi-Stadträtin Ulli Sima erklärt es so: „Jeder Ort hat andere Probleme, ein anderes Publikum.“ Deshalb brauche jeder eine maßgeschneiderte Lösung. Und Bürgermeister Michael Ludwig: „Wir sind eine liberale Stadt und wollen möglichst wenig in das Leben der Menschen eingreifen.“ Vom Bann auf dem Praterstern ist die SPÖ-Riege inklusive Gesundheitsstadtrat Peter Hacker dennoch angetan. Er bleibt auf unbestimmte Zeit aufrecht.

80 Prozent mit Situation zufrieden
Das hat handfeste Gründe. Die Stadt hat 2600 Passanten vor Ort befragt. Das Ergebnis ist eindeutig: Drei von vier Frauen fühlen sich jetzt sicherer. 80 Prozent der Befragten sind mit der Situation am Platz zufrieden. Polizeipräsident Gerhard Pürstl hat Positives zu berichten: Die Straftaten haben sich halbiert, die Körperverletzungen sind um ein Drittel gesunken. Die Szene wäre auch nicht ins Umfeld abgewandert. Skurril: Grünen-Chefin Brigit Hebein bezweifelt teils die Ergebnisse, insbesondere den Rückgang der Anzeigen.

A. Schönherr und L. Beigel, Kronen Zeitung

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