14.06.2019 20:32 |

Kritik an Personal

Ex-Kanzler Kern: „Hoch gewinnt die SPÖ das nimmer“

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hat es aktuell wirklich nicht leicht. Als wäre die ehemalige Gesundheitsministerin nicht ohnehin schon genug unter Druck, geht nun auch Ex-SPÖ-Chef Christian Kern auf Distanz zu seiner ursprünglichen Wunschkandidatin für seine Nachfolge. „Hoch gewinnt die SPÖ das nimmer“, so Kern in einem aktuellen Interview.

Kern gibt gegenüber der „Tiroler Tageszeitung“ an, seit der Amtsübergabe nicht mehr mit seiner Nachfolgerin an der SPÖ-Spitze gesprochen zu haben. Es gebe nur „gelegentlich ein SMS“ zwischen den beiden.

„Jeder arbeitet mit den Leuten, die er aussucht“
Leise Kritik lässt Kern vor allem an der Personalauswahl Rendi-Wagners aufkommen. „Jeder Vorsitzende arbeitet mit den Leuten zusammen, die er aussucht“, so der 53-Jährige. Auf die Frage, ob Thomas Drozda der richtige Bundesgeschäftsführer sei, sagt Kern vielsagend: „Rendi-Wagner hat ihn ausgewählt. Damit ist er der Richtige.“

Den Steirer Max Lercher habe er selbst davor „aus gutem Grund“ ausgewählt. Gemeinsam habe man „die Breite der Partei abgedeckt“. Auch mit der Personalie von Christian Deutsch als neuem Wahlkampfmanager dürfte der nunmehrige Unternehmer nicht ganz zufrieden sein: „Die Vorsitzende wird ihre Überlegungen haben. Auch wenn sie sich nicht jedem auf Anhieb erschließen.“

„Das Potenzial ist höher, als Umfragen zeigen“
Auf die Frage nach der Chance der SPÖ auf Platz eins bei den Nationalratswahlen zitiert Kern Fußballlegende Toni Pfeffer: „Hoch gewinnt die SPÖ das nimmer.“ Das Potenzial sei jedoch höher, als Umfragen aktuell zeigen würden. „Ich wäre aber nicht überrascht, wenn ÖVP und FPÖ wieder eine Regierung bilden, wenn sie dafür eine Mehrheit haben.“

„Meine Einkommensverhältnisse haben sich nicht verschlechtert“
Der Ex-Kanzler und ehemalige ÖBB-Chef arbeitet nunmehr als Berater für zwei Unternehmen und ist mit der Firma Blue Minds, an der er mit seiner Frau 55 Prozent der Anteile hält, an zwölf Firmen beteiligt. „Meine Einkommensverhältnisse haben sich nicht verschlechtert“, so Kern auf die Frage nach dem wirtschaftlichen Erfolg.

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