Er schaut nicht aus wie ein Maurer. Feiner Zwirn, feine Hände – der 39-jährige Pleitier dürfte schon lange keine Kelle mehr angegriffen, nur noch Chef mit dickem Gehalt (10.300 Euro brutto pro Monat) gespielt haben.
75 halbfertige Rohbauten
Seit Jahren eröffnete er trotz mehrerer Konkurse und sieben Vorstrafen Firmen, setzte Strohmänner ein, beteiligte sich und versuchte, bis nach Rumänien große Bauprojekte umzusetzen. Der jüngste Coup war eine Massivhaus-Gesellschaft, wo gut 75 Häuslbauer durch die erneute Pleite auf halbfertigen Rohbauten sitzen geblieben sind.
Der Schaden soll über acht Millionen Euro betragen; in seinem bisherigen Geschäftsleben dürfte der Klagenfurter aber wohl schon das Doppelte durchgebracht haben. Das Urteil fällt trotzdem recht milde aus: 30 Monate Haft, nur zehn davon unbedingt (nicht rechtskräftig).
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
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