Bundes-FPÖ dagegen

Ein paar Stunden war Polizeichef Pilsl Minister

Er wird’s. Er wird’s nicht! Doch, er wird’s! Er wird’s doch nicht. Oberösterreichs Landespolizeidirektor Andreas Pilsl (ÖVP) durfte sich am Sonntag ein paar Stunden lang als Innenminister in der Übergangsregierung fühlen, bis man doch den Chef der Finanzprokuratur nahm. Pilsl ist am FPÖ-Widerspruch gescheitert, mit der er auch in Oberösterreich manchen Clinch hatte.

Um 09.37 Uhr verkündete der ORF den bevorstehenden Karrieresprung des Landespolizeidirektors ins Innenministerium. Zu diesem Zeitpunkt könnte das sogar gestimmt haben, war Pilsl doch auch schon bei einer Regierungsumbildung Anfang 2016 „Favorit für das Amt des Innenministers“.

Lißl wäre Polizeichef geworden
Diesmal klang es ernster und viele Polizisten rechneten am Sonntag schon fix damit: Pilsl soll schon vor ein paar Tagen gefragt worden sein und zugesagt haben, mehrmals sei er seither in Wien gewesen. Auch sein Pressesprecher David Furthner ging am Sonntag eine Zeit lang davon aus, mit Pilsl nach Wien wechseln zu können. Alois Lißl wäre zum neuen Polizeichef aufgerückt, Erwin Fuchs vom zweiten zum ersten Vize geworden.

FPÖ gegen Pilsl
Doch um 13.44 Uhr sprach sich FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker in einer Aussendung vehement gegen Pilsl aus, mit dem Titel „Pilsl ist Strasser-Mann und Kandidat der alten schwarzen BMI-Netzwerke“. Ernst Strasser war mal ÖVP-Innenminister und ein eiserner Umbauer des Apparats.

Haimbuchner nicht involviert
In Oberösterreich fochten die FPÖ-Politiker Hermann Brückl und Elmar Podgorschek, nun Ex-Landesrat, manchen Clinch mit Pilsl aus – bis hin zu einer offenen Briefrüge an Pilsl im Zuge der Flüchtlingskrise. FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner sagt aber, aktuell sei er nicht involviert gewesen.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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