Do, 20. Juni 2019
25.05.2019 09:45

Unter Coach Schmidt:

„Das waren meine schönsten Jahre“

Christoph Leitgeb ließ mit der „Krone“ seine zwölf Bullen-Jahre Revue passieren. In Teil drei wird „Leiti“ von der deutschen Welle übermannt - im positiven Sinne! Die schönste Phase bei Red Bull begann für Christoph Leitgeb aber mit einer Riesen-Peinlichkeit. Salzburgs Urgestein stieg aber zu Teamleader auf, Bremen-, Fulham-Angebote ließen ihn kalt.

Red Bull hatte bei dem Einstieg in Salzburg großspurig 2005 angekündigt, den Klub in die Champions League zu führen. Weil das bis 2012 nicht geglückt war, wurde - wieder einmal - alles umgekrempelt. Von der holländischen Fußball-Philosophie verabschiedete man sich komplett, drückte mit Ralf Rangnick einem echten Fußball-Professor (Christoph Leitgeb: „Der Fußball-Einstein“) das Zepter in die Hand.

Der die deutsche Welle einläutete, mit Roger Schmidt einen unbekannten Mann aus der 2. deutschen Liga auf den Trainerstuhl hievte, zudem einen „neuartigen“ Spielstil aufziehen wollte: Dauer-Pressing. „Wir haben nicht so recht dran geglaubt“, erinnert sich Leitgeb zurück. Und vielleicht war die Jahrhundert-Pleite in der Königsklassen-Quali gegen Düdelingen sogar „notwendig“, um Rangnicks Ideen erst so richtig gedeihen zu lassen.„Halbfinale möglich“Noch vor Ende der Transferphase ging Rangnick auf Shopping-Tour, durfte für Sadio Mané, Kevin Kampl, Valon Berisha und Havard Nielsen Millionen ausgeben. „Irgendwann hat das System dann gegriffen“, sagt Leitgeb. Salzburgs Urgestein wirkte bei der Wandlung federführend mit, hatte unter Schmidt zwischen April und Oktober 2013 aber eine Phase, in der er so gar nicht zum Zug kam. „Menschlich war Roger Schmidt schwer okay, damals habe ich aber nicht genau gewusst, warum ich plötzlich nicht mehr spiele!“

Am 3. Oktober gab Leitgeb beim 2:1 in der Europa League bei Esbjerg sein internationales Comeback - schon war der Blondschopf wieder Fixstern im Bullen-Kosmos. Weitere Siege Elfsborg (Sd), Standard Lüttich bescherten Salzburg abermals maximale 18 Gruppenphase-Punkte. Ans darauffolgende Frühjahr, „meine schönste Zeit bei den Bullen“, erinnert sich „Leiti“ extrem gerne zurück. „Erst der überraschend deutliche 3:0-Testspielsieg gegen die Bayern, dann die Gala gegen Ajax Amsterdam. Wir sind dann zwar gegen Basel im Achtelfinale ausgeschieden. Aber wir hätten damals schon die Klasse besessen, wie 2018 bis ins Halbfinale vorzustoßen!“ Kein Wunder, dass in diesem Zeitraum Bremen, Fulham wie Rangers hinter dem Rechtsfuß her waren.

Die Bullen schlossen die Super-Saison mit dem zweiten Klub-Double ab. Die Liga-Dominanz mit 110 geschossenen Toren, 25 Siegen, 18 Zählern Vorsprung auf Rapid war historisch, verzückte auf allen Ebenen.„Handy weggenommen“Ärgernisse? Nicht wirklich. Nur mit dem liebgewonnenen Zimmerkollegen Christian Schwegler zankte sich Leiti ab und an: „Christian wollte etwa im Camp oder bei Auswärtspartien vorm Frühstück um 9 bis mindestens 8.40 schlafen, ich schon um 8.20 Uhr aufstehen. Er hat nicht nur einmal mein Handy weggenommen und den Wecker umgestellt“, lacht Leitgeb.

Lesen Sie hier (https://www.krone.at/1927703) Teil eins und zwei (https://www.krone.at/1927956) nach.

Lesen Sie demnächst in Teil 4: Welches in den Augen Christoph Leitgebs das bislang größte Missverständnis in der 14-jährigen Red Bull-Ära war.

Valentin Snobe
Valentin Snobe

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