Di, 25. Juni 2019
21.05.2019 08:50

Kein Hoch in Sicht

Starkregen und Kälte im Wonnemonat Mai

Ein Tief aus dem sonst sonnigen Mittelmeerraum beschert uns die für Mai zu tiefen Temperaturen und die starken Niederschläge, die heute ihren Höhepunkt überschreiten werden. Die ZAMG hat für Tirol eine Wetterwarnung ausgegeben, laut Hydrographischem Dienst des Landes steht ein fünfjähriges Hochwasserereignis bevor. Es wird aber wohl keine gravierenden Auswirkungen haben.

Mit einem Mai, in dem man die Heizung fast nicht ausschalten kann, hat wohl keiner gerechnet – besonders nicht nach dem beinahe sommerlich warmen April. Dazu kommen jetzt starke Niederschläge. „Wir erwarten bis Mittwoch stellenweise bis zu 170 Liter pro Quadratmeter“, sagt Meteorologin Jutta Staudacher von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Innsbruck.

Leichte Besserung am Dienstag
Besonders betroffen sind der Alpennordrand, das Karwendel und die Achenseeregion sowie der Raum Kitzbühel und Kössen. Nachdem die Schneefallgrenze in der Nacht auf Dienstag wieder auf bis zu 1800 Meter gesunken sein dürfte, steigt sie am Dienstag untertags erneut auf ungefähr 2000 bis 2300 Meter an. Im Lauf des Dienstags dürften die Regen- und Schneefälle jedoch wieder abnehmen.

„Die Höchsttemperaturen kommen bis Mittwoch über 12 Grad nicht hinaus, das liegt unter dem langjährigen Durchschnitt“, weiß Staudacher. „Ungewöhnlich sind die Temperaturen für den Mai zwar nicht, insgesamt wird der Mai aber zu kalt und zu nass ausfallen.“

„Es handelt sich tatsächlich um beachtenswerte Niederschlagsmengen“, sagt Klaus Niedertscheider, Leiter des Hydrographischen Diensts des Landes. Die Situation stelle ein fünfjähriges Hochwasser dar, die Abflussprognosen seien allerdings nicht dramatisch, betont Niedertscheider.

Bisher wenig Wasser
Der Umstand, dass der Inn bis jetzt eine unterdurchschnittliche Wasserführung aufwies, weil die Schneeschmelze noch nicht richtig eingesetzt hat, wirkt sich in der aktuellen Situation positiv aus.

Stichwort Schnee(schmelze): In den Bergen liegt nun Ende Mai deutlich mehr Schnee als in anderen Jahren. „In höher gelegenen Messstationen am Alpenhauptkamm haben wir derzeit noch um die vier Meter Schnee“, staunt Patrick Nairz vom Tiroler Lawinenwarndienst. Am Pitztaler Gletscher wurden bereits vor etwa einer Woche vier Meter Schnee gemessen - mehr als jemals im abgelaufenen Winter! Schneerekord seit Herbst gab es kürzlich ebenfalls am Hochgasser (2922 m) in Osttirol: 4 1/2 Meter!

Ab Mittwoch klettern die Temperaturen im Tal wieder bis auf 20 Grad, Donnerstag und Freitag sollten weitgehend trocken bleiben. Für Samstag ist jedoch erneut nasses, unbeständiges Wetter prognostiziert.

Peter Freiberger
Peter Freiberger

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