Wieder Wirbel in Wels:

Stadtpolizeichef für Waffenverbotszone vor Disco

Wels-StadtMit einer Vorverlegung der Sperrstunde auf 2 Uhr wollte die Welser Stadtpolitik dem „Feeling“ schrittweise das Licht abdrehen. Der Plan ging nicht auf, weil die Disco-Bosse Einspruch beim Landesverwaltungsgericht einlegten und weiter wie eh und je offen halten. Die Probleme und die Schlägereien blieben.

Mit 40 Mann rückte die Welser Polizei kürzlich zur „Aktion scharf“ zur Problem-Disco „Feeling“ aus. Das Ergebnis versetzte auch Stadtpolizeikommandant Klaus Hübner ins Staunen: „Wir haben Schlagringe, Schlagstöcke, Messer, Gaspistolen und andere Gegenstände gefunden und deshalb um eine Verhängung einer Waffenverbotszone angesucht!“ Die Entscheidung muss nun die Landespolizei treffen.

Kontrolle stets möglich
Eine Waffenverbotszone würde der Exekutive die Arbeit erheblich erleichtern. „Wir dürften dann grundsätzlich jede Person kontrollieren, ob sie Waffen bei sich trägt“, erklärt Hübner. Wer mit Schuss-, Hieb- und Stichwaffen erwischt wird, muss mit schärferen Strafen bis zu 500 Euro rechnen.

Auch Drogen im Spiel
Nicht nur die vielen Waffenträger sind rund um das „Feeling“ problematisch. Bei dem Großeinsatz wurde auch jede Menge Suchtmittel sichergestellt. Zwei Autofahrer sind wegen des Fahrens unter Drogeneinfluss ihren Führerschein los. Hübner: „Eigentlich wäre mir am liebsten, das Lokal wird zugesperrt!“

Einspruch gegen Sperrstunde um 2 Uhr 
Danach sieht es aber nicht aus. Die Disco-Bosse legten zuletzt einen Einspruch gegen den Anfang des Jahres ausgestellten Bescheid für die Vorverlegung der Sperrstunde auf 2 Uhr ein. Die Causa liegt beim Landesverwaltungsgericht. Wie berichtet, wollte die Stadtpolitik nach einer Reihe von Massenschlägereien mit dieser Maßnahme dem „Tanzschuppen“ schrittweise das Geschäft abdrehen.

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