09.05.2019 06:00 |

Hof wie ausgestorben

Tierdrama: „Er hat jegliche Hilfe abgelehnt!“

Nach wie vor unklar ist die Todesursache der verendeten Rinder und des Hundes auf einem Hof in St. Nikolai bei Feldkirchen. Die Nachbarn und Anrainer im Ort wehren sich aber gegen Vorwürfe, sie hätten nichts unternommen. Dem 41-jährigen Landwirt sei mehrmals Hilfe angeboten worden. Er lehnte immer ab. „Seit Jänner war der Hof dann wie tot“, berichtet eine erschütterte Nachbarin.

„Ich habe sogar seine Handynummer. Wenn eine Kuh einmal gebrüllt hat, habe ich ihn immer sofort verständigt“, berichtet eine benachbarte Landwirtin. Man hätte später angenommen, dass die Tiere schon lange verkauft seien. „Der Hof war seit Monaten wie tot. Ich habe den Bauern auch nicht gesehen. Er hat sich verbarrikadiert und alles zugemacht“, so die Nachbarin.

„Wir sind täglich mit unserem Hund am Hof vorbeispaziert. Uns hat sein Hund so leid getan, deshalb haben wir ihm sogar angeboten, dass wir ihn zum Spazieren mitnehmen. Meine Frau hätte sogar einen schönen Platz für den Border Collie gehabt“, erklärt ein in der Nähe wohnendes Ehepaar. „Es ist so traurig, dass auch der Hund tot ist.“

Die Bewohner im Ort wehren sich gegen die Vorwürfe, man hätte nichts unternommen. „Er hat jegliche Hilfe abgelehnt. Die Behörden hätten halt öfter kontrollieren müssen. Die dürfen das. Uns hätte er vom Hof gejagt“, erzählt eine Anrainerin zornig. Auch hätten die Tiere nicht gebrüllt. Ein Freund habe aber den Landwirt schon im November des Vorjahres darauf aufmerksam gemacht, dass die Tiere nicht gut aussehen. „Im Jänner sind sie dann von der Weide in den Stall gekommen. Ab da war alles still. Deshalb wurde angenommen, er hätte verkauft.“

789 Rinderbetriebe gibt es laut Bezirkshauptmann im Bezirk Feldkirchen. Davon wurden im Vorjahr 44 kontrolliert. Der Betrieb des 41-jährigen Landwirtes in St. Nikolai wurde vor zwei Jahren aufgrund einer Anzeige überprüft.

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Claudia Fischer
Claudia Fischer
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