Drama in Gmunden

Lebendes Ferkel zu Kadavern in Container geworfen

Wie Müll wurde im Altstoffsammelzentrum (ASZ) im oberösterreichischen Gmunden ein lebendes Schweinchen in den Container für die Tierkörperverwertung geworfen. Mitarbeiter fanden das Ferkel und versorgten es, aber es musste eingeschläfert werden. In St. Georgen/Gusen konnten im ASZ drei Katzenbabys gerettet werden.

Mitarbeiter des Gmundener ASZ bemerkten am Freitagnachmittag, als sie den TKV-Container - hier können verendete Tiere entsorgt werden - überprüften, dass sich darin noch etwas rührte. Es war ein Ferkel, das die Angestellten aus dem Container holten, ehe dieser vom Sammelfahrzeug entleert wurde.

Zu schwach zum Überleben
Das weibliche Schweinchen wurde in Tücher gewickelt und mit gewässerter Milch versorgt - und die Helfer versuchten, einen Tierarzt aufzutreiben oder ein Tierheim zu erreichen. Schließlich fand man beim Igelhof in Altmünster, wo man sich normalerweise um verwaiste Wildtiere kümmert, Hilfe. Das unverletzte Ferkel wurde in eine Tierklinik gebracht, musste aber eingeschläfert werden, da es von den Strapazen schon so geschwächt war.

Kätzchen gerettet
Glücklicher ging vor wenigen Tagen in St. Georgen an der Gusen ein ähnlicher Fall aus. Hier fanden ASZ-Mitarbeiter in Silofolien, die ein Bauer gebracht hatte und die gerade in die Presse geladen wurden, drei kaum eine Woche alte Katzenbabys. Sie waren vermutlich ohne böse Absicht „mitentsorgt“ worden, die Mutter hatte im Folienhaufen die Kätzchen zur Welt gebracht oder sie dort versteckt. Sie kamen zum Tierarzt und werden aufgepäppelt.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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