28.04.2019 06:00 |

Vormerkliste halbiert

Kürzere Wartezeit auf eine Wiener Gemeindewohnung

Angesichts des oft kolportieren Wohnungsmangels klingt es paradox: Derzeit warten „nur“ noch 12.500 Wiener auf eine Gemeindewohnung. Damit hat sich die Vormerkliste in zwei Jahren halbiert. Zudem schränkt die Stadt die Weitergabe ein. Nur direkte Verwandte (Kinder, Enkel) dürfen den Mietvertrag übernehmen.

Bisher konnten auch weit entfernte Verwandte nachfolgen. Das führte zu Missbrauch. Wohnungen wurden im Familienclan hin- und hergereicht. Jene, die dringend eine gebraucht hätten, schauten durch die Finger.

„Mietrechtsübertragung eingeschränkt"
Das geht seit 1. März nicht mehr. „Die Mietrechtsübertragung wurde eingeschränkt“, bestätigt ein Sprecher von Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál (SPÖ). Großtanten, Großneffen, Großcousin etc. sind jetzt ausgeschlossen. Die ÖVP ist zufrieden. Sie drängte seit Jahren auf diese Änderung. „Jetzt hat Rot-Grün unsere Forderung still und heimlich umgesetzt“, so Stadtrat Markus Wölbitsch.

Wartezeit verkürzt
Was aus der türkisen Anfrage noch hervorgeht: Die Zahl der Wiener, die auf eine Gemeindewohnung warten, hat sich von 24.000 Anfang 2017 fast halbiert. Hauptgrund: Frei gewordene Wohnungen werden weniger aufwendig saniert und dadurch rascher vergeben. Die Wartezeit (früher eineinhalb Jahre) habe sich verkürzt, heißt es aus dem Gaál-Büro. Wie schnell man zur Wohnung kommt, hängt besonders von den persönlichen Bedürfnissen (Größe, Bezirk) ab.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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