17.04.2019 12:20 |

Bilder aus dem Inneren

Diese Schätze konnten gerade noch gerettet werden

Ein Stapel Holzbalken liegt auf dem Boden, im ausgebrannten Dach der Kathedrale ist ein riesiges Loch zu sehen. Auch sonst ist die einst prunkvolle Einrichtung der Pariser Kathedrale Notre Dame mit Ruß überzogen. Bilder und Videoaufnahmen aus dem Inneren lassen erahnen, wie kompliziert der Wiederaufbau wird. Ein Lichtblick: Verloren geglaubte Schätze werden nun nach und nach wiedergefunden.

Dennoch seien die Schäden im Inneren nach dem verheerenden Feuer am Montag weniger schlimm als erwartet, sagt der zuständige Denkmalschutz-Direktor Laurent Prades. Nur der 1989 installierte Hochaltar sei durch den nach unten gestürzten Spitzturm schwer beschädigt worden. „Den ganzen Rest haben wir retten können.“

Rosettenfenster nicht zerstört
„Alle Stelen aus dem 18. Jahrhundert, die Pietas, die Fresken, die Kapellen und die große Orgel sind in Ordnung“, sagte Prades weiter. Er sei auch besonders froh, dass die drei großen Rosettenfenster nicht zerstört worden seien. Möglicherweise hätten sie allerdings Schaden durch die große Hitze genommen, das müsse erst noch überprüft werden. Die Rosettenfenster aus dem 13. Jahrhundert zählen zu den größten Kulturschätzen der Kathedrale.

Bronze-Hahn wieder gefunden
Auch jener Bronze-Hahn, der sich auf der Spitze des Turmes befand und bereits als verloren geglaubt war, sei nun in Trümmern wieder entdeckt worden. Die Skulptur ist wertvoll, da sie mehrere Heiligtümer beherbergt. Ob sich diese noch darin befinden, war zunächst nicht bekannt. 

„Verbeult aber restaurierbar“
Die Tageszeitung „Le Parisien“ zitierte eine Quelle aus dem Kulturministerium zum Zustand der Skulptur: „Er ist etwas verbeult, aber wahrscheinlich restaurierbar. Da er eingedrückt ist, hat man noch nicht überprüfen können, ob sich die Reliquien noch immer darin befinden.“

„Kathedrale soll noch schöner als zuvor wieder aufgebaut werden“
Nach dem verheerenden Brand soll Notre Dame innerhalb von fünf Jahren wiederaufgebaut werden. „Wir werden die Kathedrale noch schöner als zuvor wieder aufbauen, und ich will, dass das in fünf Jahren geschafft ist.“ Über dieses Versprechen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beriet am Mittwoch das Kabinett. Für die Instandsetzung gingen bereits Spendenzusagen von rund einer Milliarde Euro ein. In ganz Frankreich sollen am Mittwoch um 18.50 Uhr die Glocken der Kathedralen läuten - 48 Stunden nach Ausbruch des Feuers.

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