12.04.2019 20:01 |

10.000 Euro kassiert

Schleppte russische Mafia Migranten mit Jachten?

Während die italienische Regierung auf ihre Politik der „geschlossenen Häfen“ setzt, suchen Schlepper nach anderen Routen, um Flüchtlinge mit Booten nach Italien zu bringen. Die Kriminellen setzen dabei offenbar immer häufiger auf Luxusjachten. Die Ermittler vermuten die russische Mafia hinter den Transporten.

Wie das italienische Wochenmagazin „L‘Espresso“ berichtete, handelt es sich bei den Crews, die die Migranten nach Italien schleppen, meist um Russen oder Georgier. Mit Jachten, oder teuren Segelbooten, die oft unter US-Flagge fahren, werden Migranten von der Türkei zunehmend nach Kalabrien und Apulien gebracht.

Laut den Ermittlern schleusen die Schlepper bis zu 70 Flüchtlinge per Schiff nach Italien und kassieren dabei 10.000 Euro pro Passagier. Bei den Migranten handelt es sich vor allem um Kurden, Syrer und Iraker, die meist in Istanbul in die Boote steigen.

Migranten integriert: Bürgermeister vor Gericht
In Italien sorgt derzeit eine weitere Migrantengeschichte für Aufsehen. Einem mittlerweile suspendierten Bürgermeister, der für sein großes Engagement für Migranten bekannt wurde, wird der Prozess gemacht. Ab 11. Juni müssen sich Domenico „Mimmo“ Lucano und mehr als zwei Dutzend weitere Personen vor Gericht verantworten, berichtete die Nachrichtenagentur ANSA am Donnerstag unter Berufung auf das Gericht im süditalienischen Locri.

Lucano wird unter anderem vorgeworfen, Scheinehen zwischen Bewohnern seines Dorfes und Migrantinnen arrangiert zu haben. Außerdem soll er die Müllentsorgung in Riace ohne Ausschreibung an Kooperativen von Migranten vergeben haben. Der Prozess müsse nun klären, ob sich hinter dem Modell Riace wirklich ein kriminelles System verberge, berichtete die Zeitung „La Repubblica“ am Donnerstag.

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