15.03.2010 15:24 |

Rettung aus Inferno

Wien: Mann nach Wohnungsbrand wiederbelebt

Ein Mann ist am Montag bei einem Wohnungsbrand in Wien-Margareten nur knapp dem Tod entronnen. Der 69-Jährige erlitt laut Rettung eine Rauchgasvergiftung und musste nach der Bergung reanimiert sowie intubiert werden. Nach der erfolgreichen Ersten Hilfe brachte ein Notarzthubschrauber den Schwerverletzten ins Spital. Er ist mittlerweile außer Lebensgefahr.

Das Feuer war gegen 11 Uhr im zweiten Stock einer Wohnung in der Stolberggasse 55 in Margareten ausgebrochen und loderte bis nach 12.30 Uhr, teilten Polizei und Feuerwehr mit. Gelagertes Material dürfte in Brand geraten sein, aus mehreren Fenstern drangen dichte Rauchschwaden.

Angrenzende Volksschule evakuiert
Die Polizei vermutet, dass der 69-Jährige das Feuer beim Einheizen des Ofens verursacht haben könnte. Fremdverschulden wird derzeit ausgeschlossen. An die betroffene Wohnung seien die Werkstatt und das Lager eines Koffer- und Reparatur-Betriebes angeschlossen, erklärte ein Sprecher der Exekutive den massiven Brand. Möglicherweise hätten chemische Stoffe Feuer gefangen, das gesamte Gebäude könne wegen Gasen in der Luft noch eine Weile nicht betreten werden.

Aus Sicherheitsgründen wurde die an das Haus angrenzende Volksschule von der Direktion evakuiert. Eine Gefahr für die umliegenden Bewohner und Anrainer habe nicht bestanden, betonte der Polizeisprecher. Die Räumung der Schule wäre aus Sicht der Polizei nicht notwendig gewesen.

Pensionist aus Flammeninferno gerettet
In dem Haus in der Stolberggasse 55 sind lediglich das Unternehmen sowie die Wohnung des Verletzten und seiner Frau untergebracht. Der 69-Jährige befand sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Flammen alleine in den Räumlichkeiten, seine Frau war nicht zu Hause, so der Polizeisprecher. Der Mann wurde von der Feuerwehr aus dem brennenden Gebäude geborgen und befand sich am Nachmittag außer Lebensgefahr. Weitere Personen wurden nicht verletzt.

Der Autoverkehr musste während der Löscharbeiten großräumig umgeleitet werden. Die Reinprechtsdorfer Straße war ab dem Matzleinsdorfer Platz bis zur Högelmüllergasse nicht befahrbar, die Stolberggasse war bis zur Spengergasse gesperrt.

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