Di, 23. April 2019
29.03.2019 06:00

4 Anschläge gestanden

Zug-Attentäter (42) plante seine Flucht nach Mekka

Die Ermittlungen zum verdächtigen Bahn-Terroristen laufen auf Hochtouren. Was plante der 42-jährige Iraker noch? In Verhören gestand der fünffache Familienvater mittlerweile vier Zug-Anschläge in Deutschland. In seiner Gemeindewohnung in Wien-Simmering (siehe auch Video oben) wurde nun eine brisante „Einkaufsliste“ gefunden.

Er gilt als IS-Fanatiker, ist glühender Anhänger des hingerichteten Diktators Saddam Hussein und wollte am Heiligen Abend viele „Ungläubige“ durch Entgleisen-Lassen eines ICE töten. Zudem war der Wiener Terrorverdächtige Mitarbeiter einer Security-Firma. Dadurch hatte er Zugang zu sensiblen Sicherheitsbereichen in Fußballstadien und Einkaufszentren. Zuletzt wollte er mit seinen Kindern nach Mekka reisen. Fakten, die bei den heimischen Ermittlern und der deutschen Generalstaatsanwaltschaft Alarmstufe Rot auslösten!

Bei Verhören gestand Qaeser A. jetzt vier Anschläge auf deutsche Züge, mit Holzscheiten und Stahlseilen. Das „Tatmaterial“ habe er in Wiener Baumärkten gekauft, in seinem Keller „zurechtgebastelt“, in Rucksäcke verpackt und es dann „per Bus oder Mietwagen“ an die Zielorte gebracht.

„Ich bin kein Terrorist“
Als Motiv für seine Verbrechen nennt der Iraker „Wut auf die deutsche Politik, mein Heimatland betreffend“. Seine Bekennerschreiben verfasste er im Namen des IS, „damit ich ernst genommen werde“. Weiters behauptet er: „Ich bin kein Terrorist. Ich wollte niemanden töten.“ Gleichzeitig gibt er allerdings zu, auch Anschläge in Frankreich „überlegt“ zu haben, „aber das schien mir letztlich zu schwierig“.

Ehefrau „unschuldig wie eine Lilie“
Auf Drohschreiben und einem Klebeband, das bei einem Attentat verwendet wurde, waren DNA-Spuren von Qaeser A.s Frau. Er sagt: „Sie ist unschuldig wie eine Lilie.“ Beide sind in U-Haft. Zwei mutmaßliche Terror-Komplizen, die am Mittwoch in Prag festgenommen wurden, will der 42-Jährige nicht kennen: „Ich habe im Alleingang gearbeitet.“

Dass er weitere Attentate vorhatte, bestreitet er, obwohl in seiner Wohnung brisante Baumarkt-Einkaufslisten gefunden wurden. Als fix gilt mittlerweile: Qaeser A. soll in Österreich der Prozess gemacht werden - denn hier hat er seine Taten geplant ...

Christoph Budin und Martina Prewein, Kronen Zeitung

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