26.03.2019 08:28 |

13-Meter-Koloss

Fossil von weltgrößtem T. rex in Kanada endeckt

In Kanada haben Wissenschaftler das größte und schwerste jemals gefundene Skelett eines Tyrannosaurus rex entdeckt. Im Zug jahrelanger Untersuchungen fanden sie heraus, dass das Tier ein wahrer Urzeit-Gigant war. Laut Angaben der Forscher war der Saurier zu Lebzeiten 13 Meter lang und dürfte knapp neun Tonnen gewogen haben. Er ist demnach größer als alle bisher bekannten Vertreter dieser Spezies.

Das „Scotty“ getaufte Fossil war bereits 1991 in der kanadischen Provinz Saskatchewan entdeckt worden. Weil die versteinerten Knochen aber von hartem Sandstein umgeben waren, dauerte es allerdings mehr als ein Jahrzehnt, bis sie freigelegt waren. Erst dann habe man mit der Erforschung der Anatomie des T. rex beginnen können, erläuterte der Paläontologe Scott Persons von der University of Alberta.

Das Ergebnis überraschte: Man habe herausgefunden, dass der 66 Millionen Jahre alte T. rex mehr als 13 Meter lang gewesen sein. „Das ist wirklich der T. rex unter den T. rexen“, wird Persons auf der Website der University of Alberta zitiert. Die Vermessung von Beinen, Hüften und Schulter habe gezeigt, dass „Scotty“ deutlich massiger ist als alle anderen bis dato gefundenen T.-rex-Exemplare, so der Forscher.

Die Untersuchungen hätten zudem gezeigt, dass es sich bei „Scotty“ um ein betagtes Tier gehandelt hat, das zu Lebzeiten zahlreiche Verletzungen davongetragen hat. „Überall am Skelett finden wir krankhafte Veränderungen - Orte, wo Verletzungen Spuren im Knochen hinterlassen haben“, berichtet Persons im Fachjournal „The Anatomical Record“. So habe Scotty unter anderem Rippenbrüche, eine schwere Kieferinfektion und mehrere Bisse von anderen Artgenossen am Schwanz erlitten.

Größe von Sauriern bis dato unterschätzt?
Der Fund von „Scotty“ deute darauf hin, dass man die wahre Größe vieler Tyrannosaurier und möglicherweise auch anderer Dinosaurier bisher unterschätzt habe, so die Forscher. „Dieses Exemplar stützt frühere Hypothesen, nach denen es eine Stichproben-bedingte Verzerrung unserer Sicht auf die Dinosaurier geben könnte“, sagen die Paläontologen. Weil bisher kaum ausgewachsene Tiere gefunden wurden, sei die maximale Größe vieler Arten einfach noch nicht bekannt.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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