Di, 23. April 2019
23.03.2019 06:53

Ohne Sicherheitsnetz!

„Menschliche Pyramide“ stürzt 9 Meter in die Tiefe

Vor zwei Jahren stürzte eine Artistengruppe von einem Hochseil - die Künstler waren dabei nicht gesichert, mehrere verletzten sich dabei lebensgefährlich. Nun hat die Polizei das Video von dem Horrorunfall veröffentlicht. „Ich habe sehr viel Tränen vergossen“, gab der Leiter der Gruppe auf Facebook am Donnerstag zu. „Ich fühle mich verletzlich, weil ich diesen Unfall wieder erleben muss.“

Nik Wallenda (40) ist berühmt für seine spektakulären Stunts auf dem Hochseil - doch bei einer Probe für den Circus Sarasota im US-Bundesstaat Florida passierte ihm und seiner Gruppe das, an was sich kein Artist auch nur vorstellen mag: Er und sieben weitere Künstler - darunter auch Familienmitglieder -, die eine „menschliche Pyramide“ gebildet hatten und in beinahe neun Metern Höhe balancierten, verloren das Gleichgewicht.

Sicherheitsnetz entspricht nicht der Tradition der Artistenfamilie
Fünf Artisten stürzten in die Tiefe, drei weitere konnten sich gerade noch am Seil festkrallen. Es war kein Sicherheitsnetz gespannt - darauf verzichtet die Familie Wallenda traditionsgemäß sowohl bei Aufführungen als auch bei Proben. Nik meinte nach dem Unfall, es sei ein Wunder, dass alle diese Tragödie überlebt hatten. Er sprach sich gegen die Veröffentlichung des Videos aus, das vermutlich ein Getränkelieferant gemacht hatte: Der Artist wollte nicht, dass seine Familie die schrecklichen Momente erneut erleben muss.

Nik Wallendas Tante leidet noch immer unter Folgen des Sturzes
Am schlimmsten hatte es wohl Niks Tante Rietta erwischt, sie spürt die Auswirkungen des Unfalls immer noch: „Sie leidet sehr unter den Schmerzen. Sie humpelt stark, eines ihrer Beine ist jetzt zwei Zentimeter kürzer als das andere“, so ihre Mutter. Sie hatte sich beim Aufprall ihren rechten Oberschenkelknochen in die Hüftpfanne gerammt und so zerschmettert. Außerdem brach sie sich den rechten Arm, einen Knöchel, Rippen, das Becken, das Wangenbein, den Kieferknochen, den oberen Zahnfleischrand und die Nebenhöhlen.

Gründer der Familien-Zirkustruppe starb bei Stunt
Es ist nicht das erste Unglück, das die Artisten-Familie heimgesucht hatte: Im Jahr 1978 verunglückte der Gründer der Zirkustruppe Flying Wallendas, Karl Wallendo, bei einem Auftritt in Puerto Rico. Er hatte sein Hochseil zwischen zwei Strandhotels gespannt. Eine Windböe erfasste den Artisten, als er etwa die Hälfte der Strecke hinter sich hatte - er stürzte 36 Meter in den Tod.

Der tödliche Unfall Karls hielt seinen Urenkel Nik Wallenda nicht davon ab, selbst spektakuläre und äußerst gefährliche Auftritte zu absolvieren: So überquerte er die Niagarafälle (siehe Video oben) und eine 457 Meter tiefe Schlucht des Little Colorado Rivers nahe dem Grand-Canyon-Nationalpark.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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