Fr, 19. April 2019
18.03.2019 09:40

Zu Training in Stadt

So fassten Dorfpolizisten den Christchurch-Killer

36 Minuten nach dem ersten Alarm ist es gelungen, den 28-jährigen mutmaßlichen Massenmörder Brenton Tarrant zu verhaften. Mit vollem Einsatz stoppten zwei Polizisten, die nur wegen einer Weiterbildung in der neuseeländischen Stadt Christchurch waren, das Auto des Australiers, der zuvor in zwei Moscheen 50 Gläubige während des Freitagsgebets ermordet haben soll. Während sie ihn festnahmen, drehte sich der rechte Vorderreifen des Fluchtfahrzeugs sogar noch (siehe Video oben).

Eigentlich versehen die beiden Polizisten ihren Dienst in Kleinstädten, wie der „New Zealand Herald“ berichtete, der nach eigenen Angaben zugesagt hatte, die Identität der Beamten nicht zu lüften. In Christchurch waren sie wegen einer Fortbildung - das Umgehen mit einem bewaffneten Angreifer wurde geübt. Als der Notruf kam, beteiligten sie sich sofort an der Suche nach dem Massenmörder - und hatten Erfolg.

„Sie nahmen an, dass der Angreifer diese Route wählen würde“
Ein Polizeisprecher sagte der Zeitung: „Sie setzten sich in ihren Dienstwagen und fuhren los. Ihre Waffen hatten sie bei sich. Und auf der Brougham Street waren sie, weil sie angenommen hatten, der Angreifer, der zuvor ja in der Moschee in Linwood war, könnte diese Route nehmen.“ Sie hatten recht - und handelten schnell, als sie den Wagen des 28-jährigen Rechtsextremisten Brenton Tarrant sahen. Sie rammten mit ihrem Wagen das Auto des Australiers, zogen ihn aus dem Wrack und nahmen ihn fest.

Haben sich gegen eine Verfolgungsjagd entschieden
Die beiden Polizisten haben den Angaben zufolge bereits mehr als 40 Jahre Polizeidienst auf dem Buckel: „Sie hatten die nötige Erfahrung, mit der Situation umzugehen“, so der Sprecher. Also hätten sie sich gegen eine gefährliche Verfolgungsjagd mit vielleicht schlimmen Folgen für unbeteiligte Verkehrsteilnehmer und für die Rammaktion entschieden.

Auch als Tarrant sich nicht ergeben wollte und die Polizisten im  Kofferraum des Autos „gefährliche Gegenstände“ - der 28-Jährige hatte fünf Waffen sowie Sprengkörper bei sich - entdeckten, seien sie ruhig und professionell geblieben. „Sie haben einen guten Job gemacht“, sagte auch der zuständige Polizeichef Mike Bush.

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