Di, 26. März 2019
10.03.2019 17:12

Aufruhr in Kirche

„Allahu akbar“-Ruf bei Messe für Mordopfer (21)

Mit einem Trauermarsch haben sich am Samstag Hunderte Menschen von Cynthia R. verabschiedet, die im deutschen Worms von ihrem Ex-Freund, dem abgelehnten Asylwerber Ahmed T., im Streit erstochen worden sein soll. Kurz vor dem Gottesdienst, der im Anschluss stattfand, kam es zu einem unfassbaren Vorfall: Ein 29 Jahre alter Mann schrie „Allahu akbar“ und störte damit die Feierlichkeiten. Der Unruhestifter wurde von der Polizei verhaftet.

In der Nacht auf Mittwoch wurde Cynthia mutmaßlich von ihrem Freund, einem 22-jährigen Tunesier, getötet. Als Tatwaffe wurde ein langes Küchenmesser verwendet, mit dem der Täter mehr als zehnmal auf die junge Frau einstach.

Polizeibekannter Verdächtiger sollte abgeschoben werden
Der Fall sorgte für Entsetzen, weil es sich beim Verdächtigen um einen abgelehnten Asylwerber handelte, der in der Vergangenheit bereits wegen zahlreicher Delikte wie Körperverletzungen, Drogen, Bedrohung und Nötigung aufgefallen war. Der Arbeitslose stellte sich schließlich der Polizei und zeigte sich geständig.

Am Samstagabend nahmen rund 500 Menschen an einem von Freunden und Angehörigen organisierten Trauermarsch teil. Vier Tage nach dem Tod der 21-Jährigen zogen sie gemeinsam zum Elternhaus des Opfers, wo sich die Bluttat ereignet hatte, zündeten Kerzen an und legten Blumen nieder.

Trauernde flüchten aus Kirche
Kurz vor einem ökumenischen Gottesdienst, mit dem am Samstagabend an die mutmaßlich von ihrem Ex-Freund erstochene 21-Jährige erinnert wurde, kam es nach Polizeiangaben zu dem Eklat: Ein 29 Jahre alter Mann - laut „Bild“ ein Pakistaner - habe „Allahu akbar“ (Gott ist groß) gerufen. Er sei von Kirchenbediensteten nach draußen geführt und der Polizei übergeben worden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Es habe keine Massenpanik gegeben. 
Mehrere Medien hatten berichtet, Menschen hätten die Kirche fluchtartig verlassen. Eine Gefahr für die Gottesdienstbesucher habe nicht bestanden, erklärte die Polizei. Der Zwischenrufer sei von der Polizei vernommen und wieder entlassen worden.

 krone.at
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