24.02.2019 15:18 |

30-Minuten-Attacke

Bewaffneter Angriff auf unsere Soldaten in Mali!

Angriff auf unsere Soldaten im afrikanischen Mali! In der Nacht auf Sonntag wurde das Feldlager der EU-Trainingsmission in Koulikoro attackiert. Noch Unbekannte versuchten, mit zwei Fahrzeugen und in Begleitung von bewaffneten Motorradfahrern in den Stützpunkt einzudringen. 30 Minuten dauerte die Attacke, die nach Angaben von Oberst Michael Bauer, dem Pressesprecher des Bundesheeres, von der Campwache abgewehrt wurde. Alle 16 österreichischen Soldaten im Lager seien wohlauf, hieß es.

Bundesheer mit 29 Soldaten an EU-Trainingsmission beteiligt
Die Mission EUTM Mali ist Teil der EU-Strategie für Entwicklung und Sicherheit in der Sahelzone. Der Einsatz erfolgt auf Einladung der malischen Behörden und steht im Einklang zu Resolution 2071 des UN-Sicherheitsrates, die zur Konfliktbewältigung den Ausbau der Fähigkeiten der malischen Armee als wichtiges Ziel vorsieht. Das Bundesheer ist seit 2013 mit von der Partie und derzeit mit 29 Soldaten an der Mission beteiligt. Aufgabe ist es, die malischen Streitkräfte auszubilden, wie Bauer erklärte.

Bei weiterem Angriff in Mali drei UN-Blauhelme getötet
Bei einem weiteren Angriff in Mali waren am Freitag drei UN-Blauhelmsoldaten aus Guinea getötet worden. Ein Fahrzeug der UN-Mission MINUSMA sei in Siby südwestlich der Hauptstadt Bamako von bewaffneten Angreifern attackiert worden, hieß es ebenfalls am Sonntag. Ein weiterer Soldat und der Fahrer des Wagens wurden verletzt. Nach Angaben aus malischen Sicherheitskreisen handelte es sich vermutlich um einen Raubüberfall.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres und der UN-Sicherheitsrat verurteilten den Angriff. Der Sicherheitsrat forderte die malische Regierung auf, den Angriff schnell zu untersuchen und die Täter vor Gericht zu stellen.

Aufmarschgebiet für islamistische Gruppierungen
Das westafrikanische Mali ist seit 2012 Aufmarschgebiet für islamistische Gruppierungen, die damals die Kontrolle über den Norden des Landes übernahmen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück. Doch trotz der Präsenz Tausender internationaler Soldaten herrscht weiterhin Instabilität.

Seit 2013 schon mehr als 100 UNO-Soldaten getötet
Die mehr als 15.000 Blauhelmsoldaten werden immer wieder Ziel von Angriffen. Zuletzt war im April 2018 der Stützpunkt in Aguelhok, der 200 Kilometer nördlich der Stadt Kidal an der Straße zur algerischen Grenze liegt, angegriffen worden. Dabei wurden zwei Blauhelmsoldaten getötet und mehrere weitere verletzt. Seit 2013 sind in Mali bereits mehr als 100 UNO-Soldaten getötet worden.

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